Veranstaltungen des Heimatvereins Kraichgau:

           

 

30.07.2016

Exkursion nach Kraichtal-Unteröwisheim. Treffpunkt: 14 Uhr beim Pfleghof. Führung durch das „Schloss“ (= Pfleghof des Klosters Maulbronn, der als Stützpunkt des Klosters auf dem Weg nach Speyer diente), durch Herr Rühle, Leiter des im Pfleghof untergebrachten CVJM. Anschließend zeigen uns Mitglieder des Vorstands des Heimat- und Museums­vereins Kraichtal Unteröwisheim. Der Ort hat durch seine gute Verkehrslage schon zu Römerzeiten, aber auch im Mittelalter (Stadtrechtsverleihung durch das Kloster Maulbronn) und in der frühen NZ eine bewegte Geschichte. Zum Abschluss Möglichkeit zu Diskussion und zur „Stärkung“ in einem Gasthaus.

27.08.2016

Exkursion nach Bretten-Diedelsheim.
Treffpunkt: 14 Uhr vor der evangelischen Kirche, die neben romanischen, gotischen auch barocke Elemente aufweist. An die Führung in der Kirche ein Rundgang durch das Dorf, das 2017 die Ersterwähnung vor 1250 Jahren feiert. Ursprünglich im Besitz des Klosters Lorsch, wechselte das Dorf häufig den Besitzer, ehe es im 18. Jahrhundert an die Pfalz fiel. Danach Möglichkeit zur Aussprache und „Stärkung“.

22.10.2016

Exkursion (mit Jahreshauptversammlung) nach Sinsheim.
Treffpunkt: 14 Uhr am alten Rathaus (Museum). Führung durch das Stadt- und Freiheitsmuseum im alten Rathaus. Anschließend ab 16 Uhr Jahreshaupt­versammlung in der „Linde“, Bahnhofstr.

 

 

 

 

Beachten Sie auch die Termine der Arbeitskreise
 und die Öffnung unserer Kraichgau-Bibliothek

 

 

Einen Gesamtüberblick über die Termine
 finden Sie auf unserer Startseite
.

 

Rückblick auf die Veranstaltungen 2016

Samstag, 25.06.2016

Exkursion nach Stutensee-Friedrichstal;
Besuch des Hugenotten- und Heimatmuseum im Zentrum des Ortes.

Einführung in die Geschichte der Hugenotten und das Museum durch Erich Borell, 1. Vorstand des Vereins „Alt-Friedrichstal“.

Der Ort wurde als hugenottische Flüchtlingssiedlung um 1700 gegründet, z. T. auf dem Gebiet des entvölkerten Ortes Spöck und z. T. auf von ihnen gerodeten markgräflichen Wald.

Danach wurde in der nahegelegenen Gaststätte die Möglichkeit zum Gedankenaustausch und zur „Stärkung“ genutzt.

 

Samstag, 28.05.2016

Exkursion nach Mühlbach und Ottilienberg.

Führung durch ehemalige Klosterkirche, Klosterareal, den Klosterherbergen und Anfang des Wallfahrtsweges zum Ottilienberg bis zum Bildstock. Anschließend Fahrt zum Ottilienberg:
Führung durch Ruine der Wallfahrtskapelle, dem Denkmal des Monats September 2015. Möglichkeit zum Besteigen des Turms der Kapelle auf eigene Gefahr. Zum Abschluss: gemütliches Zusammensein.

 

Samstag, 23.04.2016

Exkursion nach Meckesheim:

Rudolf Mickel führte zu ausgewählten Sehenswürdigkeiten des Ortes so zur neugotischen evangelischen Kirche mit einer Overmann-Orgel, Ruine der St. Martinskirche, neue kath. Kirche usw.; Meckesheim brachte eine größere Zahl bedeutender Persönlichkeiten hervor: u. a. Bauernpropheten Johann Adam Müller, den Mitbegründer der modernen Denk- und Entwicklungspsychologie Karl Ludwig Bühler usw. Im Anschluss an den Rundgang wurde die Möglichkeit zur Aussprache und einem gemütlichem Beisammensein genutzt.

 

Samstag, 19.03.2016

Exkursion nach Ittlingen:
Führung durch den Ort (Michael Hauk, Vors. des Heimatvereins, und Ulrich Kattermann; Stellv.). Der Schwerpunkt der Führung lag auf dem Aufzeigen und der Erläuterung der Überreste der ehemaligen Ortsbefestigung und der Kirchenburg sowie dem sogenannten Bauhof. Im Anschluss daran gemütliches Beisammensein mit Aussprache.

 

Samstag, 13.02.2016

Exkursion nach Knittlingen: Brit Veith führt die Gruppe von über 30 Teilnehmern durch den historischen Ortskern.

Der in fränkischer Zeit gegründete Ort ist für das Jahr 843 als „Cnudelingen“ urkundlich erwähnt. Aus dem Besitz verschiedener geistlicher und weltlicher Herrschaftsträger, darunter auch der Markgrafschaft Baden, kristallisierte sich das Kloster Maulbronn schließlich als alleiniger Inhaber heraus. Knittlingen wurde 1360, 1632 und 1692 voll-ständig zerstört und hatte auch sonst durch Belagerungen, Brände, Plünderungen viel zu leiden. Die wichtige Handelsstraße von Frankfurt am Main über Speyer nach Cannstatt führte mitten durch Knittlingen.

Anschließend Besuch des Faustarchivs in der ehemaligen Lateinschule Knittlingen, gleich neben Fausts Geburtshaus.

Dieses Gebäude wird im Jahre 1542 in einem Kaufvertrag als Haus „neben dem Haus, allwo Fausten born“ erstmals urkundlich erwähnt. Es ist eine der ältesten erhaltenen Lateinschulen in der Region. Erhalten ist auch der barocke Schulsaal aus dem 18. Jahrhundert im Erdgeschoss.

 

Samstag, 16.01.2016

Vorstellung Jahrbuch in Lobenfeld
im Gemeindesaal der Klosterkirche Lobenfeld.

Vorstellung der 24. Folge der Schriftenreihe „Kraichgau“

 

 

 

 

Rückblick auf die Veranstaltungen 2015

 

Samstag. 21.11.2015

Exkursion nach Unterderdingen mit anschließender Jahreshauptversammlung und Ergänzungswahlen.

Es führte im ehemaligen Dorf Unterderdingen Pfr. i. R. Wolfgang Palmbach, ehemaliger Gemeindepfarrer von Oberderdingen, durch die Ev. Filialkirche St. Peter und Paul.

Der Bau der Kirche von Unterderdingen wird aufgrund von Übereinstimmungen mit den Steinmetzarbeiten des Glockenturms im Amthof von Oberderdingen in das 13. oder 14. Jahrhundert datiert. Sie war bis 1574 Pfarrkirche für Ober- und Unterderdingen. Im 18. Jahrhundert war der Kirchturm baufällig geworden und musste renoviert werden. 1769 wurde das Kirchenschiff vergrößert und barock ausgestaltet. 1929 entdeckte man im Chor wertvolle Wandmalereien aus der Zeit um 1380.

Im Anschluss an die Kirchenführung fand die Mitgliederversammlung mit Ergänzungswahlen statt.

 

Samstag, 24.10.2015

Exkursion nach Eppingen - Gleichzeitig 10. Treffen der Kraichgauer Auswanderer nach Sanktanna.

Bereits um 12.30 Uhr gingen die Sanktannaer mit Trachtenpaaren von der Stadthalle zu einer Andacht zur Stadtkirche (Musikalische Gestaltung von der Blaskapelle Sanktanna, von Traudel Röcker und Helga Hellemann sowie dem Kraichgau Singkreis).
Danach erfolgte eine kurze Führung durch das Kirchenareal.
Auf dem Rückweg zur Stadthalle erläuterte der Vorsitzende des Heimatvereins Kraichgau, Bernd Röcker, die Sehenswürdigkeiten von Eppingen. Dort wurde ein buntes Kulturprogramm (Heimat- und Volkslieder, Sketche und Einzeldarbietungen) mit musikalischer Umrahmung sowie Ausstellungseröffnung "Das Banat - eine Reise nach Europa" von Dr. Swantje Volkmann und „Lehrbücher“ von Valentin Hell geboten.

 

 

Samstag, 19.09.2015

Exkursion nach Königsbach in Kooperation mit dem Freundeskreis Königsbach-Steiner Geschichte mit einer außergewöhnlichen Ortsführung.

Im ev. Gemeindehaus startete die Veranstaltung mit einem Bildervortrag, der einen groben Überblick von der Keltenzeit über die Entstehung des Ortes und die Situation während des Mittelalters bis zur Industrialisierung verschaffte.

Danach ging es auf einen Rundweg über Kirche und Friedhof, 1870/71er Kriegerdenkmal, Mühle und Platz der Synagoge zum Schloss und über Marktplatz/Rathaus zurück.

Der Bildervortrag erklärte die Entstehungsgeschichte Königsbachs. Die keltischen Grabhügel im Birkenschlag und die Pferdegöttin Epona als Zeugen der keltischen Vergangenheit und die Spuren der Römer wurden aufgezeigt. Interessant ist auch die Entstehung des Ortsnamens, denn das neuhochdeutsche Königsbach verweist auf die Kelten und hat mit einem König rein gar nichts zu tun.

Der Vortrag erläutert weiter die Entwicklung der Burg auf dem Steinhausberg und dem Schloss im Tal, zeigt das erste existierende Bildnis einer Königsbacherin (Barbara von Königsbach um 1466), erklärt die Herrschaft der von Venningen bis zu den Patronatsherren von St. André. Die Geschehnisse während des 30jährigen Krieges und dem spanischen Erbfolgekrieges finden ebenso Erwähnung wie die leidlichen Auseinandersetzungen der Edelmänner mit dem jeweiligen Markgrafen aus dem Hause Baden, der für sich Hoheitsrechte beanspruchte, die ihm nicht zustanden. Diese Streitigkeiten wurden auch unter den jeweiligen Gefolgsleuten ausgetragen und begründet den Zwist unter den Königsbachern und Steinern bis in die Neuzeit.

Bei der anschließenden Führung ging es zunächst zu nur wenige Schritte entfernten Kirche, wo die Entstehungsgeschichte des Kirchengebäudes aus einem einzeln stehenden Wehrturm ebenso aufgezeigt wurde wie die Besonderheiten von Kirche und Friedhof.

Der Weg führte weiter über das 1870/71er Denkmal und dem Malerhof, an dem der Lebensweg des bekannten Malers Albert Fessler aufgezeigt wurde. Anschließend waren die obere und untere Mühle Teil des Rundgangs. Über den Platz der ehemaligen Synagoge ging der Weg weiter durch die ehemalige Pappelallee zum großen Torgebäude am Schloss, dessen Außen- und Innenseite durch Erasmus von Venningen so wunderbar gestaltet wurde. Hier erfuhr die Gruppe viel über den Wandel des einstigen Wasserschlosses bis zum heutigen Gebäude, das Teil einer Stiftung ist. Ebenso interessant sind das neu renovierte Keltergebäude, die ehemaligen Wirtschaftsgebäude und die historischen Inschriften über den Torbögen von Eingang zu Schloss und Keller.

Abschließend führte der Rundgang über das historische Rathaus und den Marktplatz zurück zum Gemeindehaus.

 

Samstag, 08.08.2015

Exkursion nach Mauer.

Führung durch Erich Mick (BM a. D. und Mitbegründer des Vereins) und Mitgliedern des Vereins Homo Heidelbergensis.

Nach der Vorstellung des Vereins, der eng mit der Universität Heidelberg zusammenarbeitet, und seinen Zielen ging es zum urgeschichtlichen Museum im Rathaus, wo zahlreiche Fossilien von Tieren aus der Mauerer Warmzeit und eine der größten Sammlungen von Vertretern des Homo Heidelbergensis (Repliken) und der Stammbaum des Menschen zu sehen sind. Danach in die Kiesgrube, wo der berühmte Kiefer des ältesten Europäers gefunden wurde. Der Abschluss fandt im Gasthaus „Zur Pfalz“ statt, wo Daniel Hartmann 1907 von seinem Fund erzählte: „Heit heb‘ ich den Adam g’funne“.

 

Samstag, 04.07.2015

Exkursion nach Bruchsal

Thomas Adam (Museumsleiter der Stadt Bruchsal) zeigte der kleinen Gruppe, dass Bruchsal mehr ist als Barock und Fürstbischöfe.

Das barocke Bruchsal ist weithin bekannt und spielte mit Schloss, Schlossgarten und Belvedere selbstverständlich auch in dieser Führung durch die ehemalige fürstbischöflich-speyerische Residenzstadt eine wichtige Rolle. Die Architektur des Wiederaufbaus, altes Handwerk, versteckter Jugendstil und schließlich das vielleicht kleinste Museum im Land sind weitere (und manchmal überraschende) Details, die es in der Stadt zwischen Bruhrain und Kraichgau zu entdecken gab.

Thomas Adam nahm die Besucher mit auf eine Reise durch die Zeiten und öffnete sonst verschlossenen Türen – auch jenseits der fürstbischöflichen Prunkbauten.

 

Samstag, 30.05.2015

Exkursion nach Mosbach

Unser Beiratsmitglied Markus Wieland, der nicht nur in Mosbach am Nikolaus-Kistner-Gymnasium unterrichtet, sondern auch im Heimatverein Mosbach Vorsitzender und Schriftleiter ist, führte die kleine Gruppe durch die - auch für die ehemals pfälzischen Gemeinden bis zur Elsenz - alte Oberamtsstadt.

U. a. ging es zum Schloss der Pfalzgrafen, der Stiftskirche, dem Palm’schen Haus, vorbei an den ehemaligen Amtsgebäuden und weiteren Sehenswürdigkeiten.

 

Die Anfänge des Mosbacher Schlosses reichen womöglich bis in die Stauferzeit zurück. Das Schloss existierte also schon bevor Otto I. Mosbach zur Residenz erhob. Mehrfach diente es den Heidelberger Kurfürsten als Zufluchtsort vor Seuchen. Heute ist leider nur noch ein kleiner Teil des Schlosses erhalten geblieben.

Die gotische Stiftskirche ist eine Simultankirche. Die ältesten erhaltenen Bauabschnitte der Kirche werden auf die Zeit um 1370 datiert. Die simultane Nutzung hielt über 200 Jahre bis 1935 an, als die neue katholische Pfarrkirche St. Cäcilia – ein Bau des bedeutenden Sakralbau-Architekten Hans Herkommer – etwas oberhalb des alten Stadtkerns errichtet wurde.

Am Marktplatz steht neben dem Rathaus unter anderem das Palm'sche Haus, ein 1610 erbautes Fachwerkhaus, das als Wahrzeichen der Stadt gilt und eines der schönsten Fachwerkhäuser Süddeutschlands ist. Besonders zu erwähnen der Neidkopf am Eckpfeiler des Hauses.

 

Samstag, 18.04.2015

Exkursion nach Waibstadt

Walter Schröpfer erläuterte in einem Vortrag, wie es Waibstadt gelang, den Versuchungen der Kurpfalz, es in seine Abhängigkeit zu bringen, erfolgreich zu widerstehen.

Anschließend eine Führung zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt durch Heimatforscher Walter Schröpfer und O. Lehmann.

Danach gemütliches Beisammensein und Aussprache im Cafe am Marktplatz.

Die neogotische katholische Pfarrkirche Unserer lieben Frau aus dem Jahre 1868, gilt mit ihrem 65 m hohen Turm als das höchste Kirchengebäude im Kraichgau. Auf einer Anhöhe hinter der Kapelle befindet sich noch die neugotische Evangelische Kirche von 1910.

In der Ortsmitte befinden sich zahlreiche Fachwerkhäuser und historische Wirtschaftshöfe. Von der Stadtbefestigung aus dem 14. Jahrhundert sind nur wenige Reste erhalten.

Im Ort sind mehrere historische Kruzifixe und Marienstatuen erhalten. Kreuze datieren u. a. von 1736 und 1829, außerdem ist eine knapp lebensgroße Maria Immaculata sowie ein historischer Marienaltar vorhanden.

 

Samstag, 21.03.2015

Exkursion nach Schwaigern

Erwin Steinle führte die knapp 40 Teilnehmer zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt wie ev. Stadtkirche mit dem Barbara-Altar von Jörg Ratgeb und dem Schmerzensmann von Bernhard Sporer, Hexenturm, Stadtmauer und vielem anderen mehr. Anschließend gab es ein gemütliches Beisammensein im Gasthof „Lamm“.

Die evangelische Johanneskirche (Stadtkirche) geht auf einen Bau aus dem 13. Jahrhundert zurück und wurde im 16. Jahrhundert durch den Baumeister Bernhard Sporer bedeutend erweitert. Im Inneren befinden sich der 1510 entstandene Barbara-Altar von Jörg Ratgeb sowie Hochaltar und Schnitzaltäre. An den Innenwänden sind historische Grabsteine und Epitaphe der Grafen von Neipperg aufgestellt.

Der so genannte Hexenturm am südöstlichen Rand der mittelalterlichen Stadt ist ein Wehrturm aus dem Jahr 1461, der später als Gefängnis diente. Seinen Namen erhielt der Turm durch die 1713 hier eingesperrte, als Hexe angeklagte und später auf dem Scheiterhaufen verbrannte Anna Maria Heinrich. Ein weiterer Überrest der einstigen Stadtbefestigung ist das nahe Wachthaus in der Pfarrstraße, das Teile der Stadtmauer als Grundmauern nutzt, darunter einen mit einem polygonalen Fachwerkaufsatz überbauten Rundturm. Weitere Überreste der mittelalterlichen Stadtbefestigung haben sich vor allem im Westen des Ortskerns erhalten.

 

Samstag, 21.02.2015

Exkursion nach Karlsruhe-Durlach

Führung durch die Sonderausstellung „Hufeisen, Birnkrüge, Engelsköpfe und …? - Sammeln im Pfinzgaumuseum gestern und morgen“ durch die Museumsleiterin Dr. Alexandra Kaiser mit Aussprache.

In der anschließenden Mitgliederversammlung im Gasthaus „Pflug“ (Ochsentorstraße 24) erfolgte einstimmig die Wiederwahl der beiden stellvertretenden Vorsitzenden Karlheinz Glaser und Anton Machauer. Danach Aussprache mit Neuigkeiten aus dem Heimatverein Kraichgau.

Das Sammeln ist eine zentrale Aufgabe des Museums. Die Sonderausstellung unternimmt eine Spurensuche im Depot des Pfinzgaumuseums und zeigt eine Auswahl an historischen Objekten aus der Sammlung des ersten Konservators Friedrich Eberle (1877-1948), dessen Sammlungstätigkeit das Durlacher Museum bis heute prägt.

Gleichzeitig richtet die Ausstellung den Blick in die Zukunft und fragt danach, wie die Sammlung des Pfinzgaumuseums weitergeführt werden kann: Wie materialisiert sich Stadtgeschichte überhaupt? Was ist einzigartig und typisch für Durlach und den Pfinzgau? Wie kann man den Blick auf aktuelle Themen richten und die Gegenwart ins Museum holen?

 

 

Rückblick auf die Veranstaltungen 2014

Samstag, 15.11.2014

Exkursion nach Hoffenheim.

Führung durch Hartmut Riehl (Vorsitzender des Heimatvereins Hoffenheim). Schwerpunkte waren die in Gemmingen-Denkmäler außerhalb und innerhalb der Kirche sowie eine Orgel von Eberhard Friedrich Walcker (1792 – 1872), wohl einem der wichtigsten deutschen Orgelbauer des 19. Jahrhunderts.

Einen Überblick zur Geschichte von Hoffenheim und das Heimatmuseum standen ebenfall auf dem Programm. Das Heimatmuseum Hoffenheim ist ein kleines ländliches Museum in den historischen Räumen der "Alten Post" verbunden mit dem Innenhof an der Stelle der ehemaligen Zehntscheune. Schwerpunkt des Museums ist die Darstellung ländlichen Lebens, Wohnens und Wirtschaftens in Hoffenheim im 19. Jahrhundert, dazu Vereins- und Handwerksgeschichte und insbesondere Geschichte des Adels. Danach wurden weiterere historisch bedeutende Bauten des Ortes besichtigt.

Im Anschluss an die Führung Gedankenaustausch beim gemütliches Beisammensein im Clubhaus.

 

Samstag, 25.10.2014

Exkursion nach Bad Rappenau.

Führung durch das Städtchen unter Leitung von Almut Friedrich, Vorsitzende des Heimatvereins Bad Rappenau. Neben dem Schloss und der evangelischen Stadtkirche (neugotisch, Baumeister und späterer Ehrenbürger Hermann Behaghel) stand die Entwicklung Rappenaus seit den 1820-er Jahren vom Bauerndorf zu einem Badeort im Zentrum der Veranstaltung. Dies konnte anhand der noch zahlreichen erhaltenen Saline- und Kurbauten nachvollzogen werden.

Nach der etwa dreistündigen Führung gemütliches Beisammensein im Brauereigasthof Häffner.

 

Samstag, 20.09.2014

Exkursion nach Rettigheim. Rainer Werner und Ewald Engelbert vom Heimatverein Rettigheim begrüßten die Gäste und erläuterten beim anschließenden Rundgang die Besonderheiten des Kraichgaudorfes. Beginnend mit der Kirche, der ehemaligen Zigarrenfabrik, dem Neubaugebiet und dem Schulgelände, um nur einige zu nennen ging es über den Rettigheimer Hausberg, den Hahnenberg, vorbei an der Wendelinus Statue sowie der Lourdes Kapelle, dann auf dem Jakobsweg weiter in die Ortsmitte vorbei am Ortsbrunnen. Trödelkeller, Badisches Stockwerkseigentum. Sehenswerte Fachwerkgebäude an der Rotenbergerstraße lagen ebenfalls auf dem Weg. In der denkmalgeschützten Scheune fand der Abschluss mit einem kleinen Imbiss statt.

 

Rettigheim, heute ein Ortsteil von Mühlhausen, wurde im Jahre 788 erstmals im Lorscher Codex erwähnt. Über viele Jahrhunderte gehörte der Ort zum Kloster und Ritterstift Odenheim.  Erst 1546 kam der Ort mit all seinen Rechten an das Hochstift Speyer. Dort blieb es bis zum Übergang an das Großherzogtum Baden. 
Während der Ortsbegehung werden folgende Objekte besonders im Mittelpunkt stehen: Rat- und Wachthaus (1784), Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus (Spätklassizistisch, 1823), Kath. Pfarrhaus (1868), Lage der ehem. Kelter (15. Jh.); Fachwerkbauten in der Rotenberger Strasse, historische Scheune mit Gewölbekeller.

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Samstag, 30.08.2014

Exkursion nach Bretten mit Jahreshauptversammlung und Neuwahlen. Führung durch unser Mitglied und stellv. Vorsitzender des Vereins für Stadt- und Regionalgeschichte Bretten Reinhold Müksch zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt (wie Stiftskirche, Amtshaus, Pfeiferturm u. a.).
Im Anschluss gegen 16:30 Uhr Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen in der Gaststätte „Simmelturm“, Withumanlage 7, 75015 Bretten.

„an dem Flusse Salzbach liegt – Philipp Melanchton’s merkwürdige Geburtsstadt – Bretten; und dis im sogenannten kleinen Salzgau, der ein Theil des grossen Kraichgaus ist, daher auch diese Stadt gemeiniglich nur zu letzterem gezählet wird.“
So ist es nachzulesen in „Bretten’s Kleine Chronik“ von Siegmund Friedrich Gehres erschienen 1805.

Die heutige „Große Kreisstadt“, die sich nach ihrem berühmtesten Sohn der Stadt dem  Kirchenreformator und Luther-Zeitgenosse Philipp Melanchthon, auch „Melanchthonstadt“ nennt, wurde 767 erstmals als Villa Breteheim im Lorscher Codex erwähnt. Noch heute mit dem „Peter-und-Paul-Fest“ gefeiert wird das Ereignis von 1504, als sich Bretten erfolgreich gegen die Belagerung durch Ulrich von Württemberg mit 30.000 Mann wehrt. Trotz der Zerstörung 1689 im Pfälzer Erbfolgekrieg birgt die Altstadt von Bretten immer noch viele Sehenswürdigkeiten

 

Samstag, 24.05.2014

Exkursion nach Neckarbischofsheim.
Führung durch unser Mitglied, Schuldekan a. D. Peter Beisel, Vorsitzender des Neckarbischofsheimer Heimatvereins zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt unter anderem: Totenkirche, die seit dem 14. Jahrhundert belegte ursprüngliche Pfarrkirche des Ortes und in der sich nahezu 60 historische Grabmäler der Herren von Helmstatt befinden. Das alte Schloss (Steinernes Haus), das auf die 1274 erwähnte Burg zurück geht und das älteste erhaltene Gebäude in Neckarbischofsheim ist. Ev. Stadtkirche, die auf eine Marienkapelle von 1386 zurückgeht, 1543 um den Turm erweitert wurde und 1610 bis 1612 ihr Langhaus erhielt. Nach dem Neubau des Langhauses wurde die Kirche als templum salvatoris (Erlöserkirche) bezeichnet und zur Pfarrkirche erhoben.

 

Samstag, 26.04.2014

Exkursion nach Lobbach-Lobenfeld.
Doris Ebert, Ehrenmitglied und exzellente Kennerin des Klostergeschichte, führte durch die stauferzeitliche Klosterkirche, einem Bindeglied zwischen der Romanik links des Rheins und der Romanik rechts des Neckars, mit ihren wertvollen mittelalterlichen Wandmalereien sowie durch das Klosterareal mit dem neu zu gestalteten Klostergarten.

Die Klosterkirche Lobenfeld ist inzwischen Gegenstand kunstwissenschaftlicher, archäologischer und historischer Forschungen geworden und nach dem Kloster Maulbronn das am besten erforschte Kloster im Kraichgau.

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Samstag, 01.03.2014

Exkursion nach Mannheim („Wittelsbacher“).

Führung durch die Zeughaus-Ausstellung.

Vor genau 800 Jahren, im Jahre 1214, begann die einzigartige Aufsteigergeschichte der Wittelsbacher am Rhein. Damals verlieh der Staufer Friedrich II. die sogenannte Pfalzgrafschaft bei Rhein an den bayerischen Herzog Ludwig den Kelheimer und dessen Sohn Otto II. Bis 1803 herrschte die Familie kontinuierlich über die Kurpfalz.

 

 

Samstag, 01.02.2014

Exkursion nach Ubstadt-Weiher OT Stettfeld.
Führung durch das Römermuseum.

Um 120 n. Chr. entstand auf der Gemarkung des heutigen Stettfeld eine römische Siedlung, deren Einwohner vorwiegend Handwerker und Händler waren. Die Römer legten Straßen und Wege an, ihre landwirtschaftlichen Betriebe versorgten die Bevölkerung mit Nahrung und in den Gewerbebetrieben wurden Waren, wie z.B. Ziegel für den Hausbau hergestellt. So entstand ein blühender Ort, der eine Fläche bedeckte, die größer als das heutige Stettfeld in den 1970er Jahren war. Informationen unter: www.roemermuseum-stettfeld.de

 

 

Rückblick auf die Veranstaltungen 2013

Samstag, 30.11.2013

Exkursion nach Kraichtal-Gochsheim.

Frau Jarosch, engagierte Bibliotheksbetreuerin, führte die über 20 Interessierten durch die Stadt und die traditionsreiche Kirche St. Martin. Auch die Kraichgau-Bibliothek im Graf-Ebersteinschen Schloss wurde den Teilnehmern näher gebracht.

Dort fand auch der Abschluss mit Ehrung statt.

Das Graf-Eberstein-Schloss stammt aus dem 16. Jahrhundert. Der hintere größere Teil wurde 1828/29 abgerissen. Heute sind im Schloss das Museum der Stadt Kraichtal sowie die Kraichgau-Bibliothek untergebracht. 1508 wurde ein Scharfrichter in Gochsheim erwähnt. Das Scharfrichterhaus wurde 1615 erbaut. Das Badische Bäckerei- und Konditoreimuseum wurde in den Jahren 1978 bzw. 1986 vom Bäckereiverein Bruchsal liebevoll eingerichtet. Es zeigt seltene, zum Teil vergessene Werkzeuge der Bäckerzunft.

In der Martinskirche befindet sich eine Gruft, in der Herzog Friedrich August von Württemberg und seine Frau Albertine Sophie Esther, die letzte Angehörige des Geschlechts der Grafen von Eberstein, bestattet sind. Das Ehepaar ließ das Schloss Gochsheim renovieren und lebte ab 1682 dort.

Samstag, 19.10.2013

Exkursion nach Wiesloch. Führung „Wiesloch sehen, hören und genießen“ mit Rainer Kircher.

Die Exkursion fand ihren Abschluss in der Winzerrast bei neuem Wein und Zwiebelkuchen.

Seit gut einem Jahr ist Wiesloch um eine Attraktion reicher – den Rundgang „Wiesloch sehen, hören und genießen“. Das Projekt wurde im Zuge dieser Exkursion vorgestellt. Es umfasst mit der geschichtlichen Einführung insgesamt 20 historische Besonderheiten und Kunstwerke. Außerdem wird uns die Exkursion zu besonders pittoresken Orten in den Wieslocher Weinbergen führen.

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Samstag, 14.09.2013

Exkursion nach Heidelberg. Führung durch Ausstellung: „Die Macht des Glaubens - Der Heidelberger Katechismus“ im Kurpfälzischen Museum.

Kurfürst Friedrich von der Pfalz war es, der 1563 das schmale Büchlein in Auftrag gab. Es entwickelte sich zum religiösen Lehrbuch von größter Wirkung. Mit dem Heidelberger Katechismus verbindet sich eine Zeit des Umbruchs, die das 16. und 17. Jahrhundert prägte: Der reformatorische Geist veränderte das Lebensgefühl der Menschen.

Samstag, 20.07.2013

Exkursion nach Remchingen-Wilferdingen mit Besuch des neuen Römermuseums. Führung durch das Museum.

Schwerpunkt des Museums ist die archäologische Geschichte des Enzkreises, wobei auch über die Kreisgrenzen nach Karlsbad und Pfinztal sowie Bretten oder Calw geschaut wird. Das Römermuseum Remchingen wurde 2011 von einer Gruppe von Ehrenamtlichen aus dem Heimatverein Remchingen gegründet und entwickelte sich rasch zu einem Regionalmuseum mit breitem kulturellen Angebot und Aufgabenspektrum.

Zurzeit beschäftigt sich eine Sonderausstellung "Alte Götter - Neue Götter" mit dem religiösen Leben im Kraichgau.

Bevor die Römer unser Gebiet annektierten und die Provinz Germania Superior einrichteten, lebten in unserer Region Reste einer schon verschwindenden keltischen Kultur. Mit der Landnahme der Römer wurde unsere Region mit gallischen Siedlern aus dem heutigen Frankreich aufgesiedelt. Die Folge war eine besondere religiöse "Vermengung" von keltischer, gallischer und klassisch römischer Religion in unserem Gebiet. Diese Vermischung von alten keltischen Göttern und den neuen "importierten" römischen Gottheiten ist Inhalt dieser Ausstellung.

Sonntag, 02.06.2013

Ab 11.30 Uhr fand das traditionelle Museumsfest in Kraichtal-Gochsheim statt.  Im diesem Rahmen war von 14.00 bis 17 Uhr auch die Kraichgau-Bibliothek geöffnet. Es bestand nicht nur die Möglichkeit sich über den Kraichgau, seine Geschichte, seine Kultur und seine Bewohner zu informieren, ein Büchertisch zum käuflichen Erwerb von Literatur war ebenfalls vorhanden.

Entlang der Hauptstraße zeigten rund zehn verschiedene Handwerker ihre alte Kunst und luden besonders die Kinder zum Mitmachen ein. Auch das Bäckerei- und Zuckerbäckermuseum war geöffnet. Stadtführungen fanden um 13 und 15 Uhr statt. Für eine zünftige Bewirtung sorgten der Heimat- und Museumsverein mit Unterstützung zahlreicher Gochsheimer Vereine.

Samstag, 20.04.2013

Exkursion zur Burg Dilsberg.

Unter fachkundiger Leitung unserer stellvertretenden Vorsitzenden Ludwig Hildebrandt und Nicolai Knauer wurde die mittelalterliche Bergfeste besichtigt.

Die Dilsberg überstand mehrere kriegerische Auseinandersetzungen unbeschadet, ist aber dennoch heute eine Ruine, da die Burg im 19. Jahrhundert zeitweilig zum Abbruch freigegeben war und als Steinbruch diente. Die Burg ist in Vor- und Hauptburg untergliedert. Im Hof der Hauptburg lag der Palas, von dem nur noch ein Kellergewölbe und ein sechseckiger Treppenturm erhalten sind. Die 16 Meter hohe Ringmauer umgab früher die ganze Hauptburg, bevor der östliche und südliche Teil abgerissen wurden. Zur Burg gehören auch der alte Karzer der Universität Heidelberg, ein Burgbrunnen mit einer Tiefe von etwa 46 Metern sowie ein Burgstollen mit einer Gesamtlänge von 78 Meter. Innerhalb des Festungsareals befinden sich zahlreiche historische Wohngebäude.

Anschließend wurde die Jahreshauptversammlung im Kommandatenhaus mit Rechenschaftsberichten und Neuwahlen durchgeführt.

Samstag, 09.03.2013

Exkursion nach Leingarten.

Unter fachkundiger Leitung unserer stellvertretenden Vorsitzenden Ludwig Hildebrandt und Nicolai Knauer besichtigten wir die sogenannte „Frankenschanze“. Er handelt sich um eine aus Gräben und Wällen bestehende, mindestens teilweise aufgemottete Großburg des späten Frühmittelalters, die höchstwahrscheinlich der amtsgräfliche Verwaltungssitz für Zaber- und Gartachgau war.

Anschließend ging es zur Heuchelberger Warte. Dieser Wartturm des späten 15. Jahrhunderts, erbaut vom württembergischen Grafen Eberhard „im Barte“, stellte als westlichster Außenposten des „Württembergischen Landgrabens“, damals die Nordgrenze Württembergs dar.

Dazu kamen Informationen zur Geologie des Heuchelbergs.

Rückblick auf die Veranstaltungen 2012

Samstag, 08.12.2012

Exkursion nach Eppingen.

Zunächst führte Reinhard Ihle, Vorsitzender der Heimatfreunde Eppingen, durch die neu eröffnete Sonderausstellung „Feuer und Flamme“ in der „Alten Universität“. Sie ist als Mitmachausstellung für Kinder von Mitgliedern der Heimatfreunde Eppingen in einjähriger Vorbereitungszeit unter seiner Leitung erarbeitet worden. Themen wie Zimmerbrand, Brandkistenschrank, Löschgeräte, Ziegelherstellung, Kienspanleuchter, Heißluftballon,  Brotbackofen und viele andere Themen werden auf eine anschauliche Art dargestellt und erläutert.

Im Anschluss daran führte Geschäftsführer Oliver Kohler durch die Eppinger Privatbrauerei Palmbräu. Zum Abschluss der Veranstaltung gab es eine Bierprobe im Ahnenkeller.

 

Samstag, 03.11.2012

Exkursion zur Landesausstellung “900 Jahre Baden" in Karlsruhe.  

 

Samstag, 06.10.2012

Exkursion nach Oberderdingen-Flehingen.

Rundgang durch das historische Flehingen unter Führung von Altbürgermeister Breitinger. Ziele in dem über 1200 Jahre alten Ortsteil waren die beiden katholischen Kirchen, die evangelische Kirche und das Schloss. Außerdem wurde über den Volkspoeten und Dorfschulmeister Samuel-Friedrich-Sauter berichtet. Im Anschluss daran bestand die Möglichkeit, am Heimattag der HOG Sanktanna teilzunehmen.

 

Samstag, 25.08.2012

Exkursion nach Bruchsal-Untergrombach zum Michaelsberg mit Naturschutzgebiet Kaiserberg.

Führung der über 60 TeilnehmerInnen durch unser Beiratsmitglied und Vorsitzender des Heimatvereins Untergrombach Dietmar Konanz. Themen waren die Geschichte der Kapelle, die jungsteinzeitliche Kultur, der Aussichtspunkt und das Triangulationssystem, sowie das Kriegsende 1945.

Der Michaelsberg bei Untergrombach ist ein 272 Meter hoher Berg am westlichen Rand des Kraichgaus. Mit Funden der Michelsberger Kultur aus der Siedlungsgeschichte des späten 5. und des 4. Jahrtausend v. Chr. wurde er in der archäologischen Welt über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Er ist namensgebend für eine jungsteinzeitliche Kultur, deren Spuren hier zum ersten Mal beobachtet und dokumentiert werden konnten – die "Michelsberger Kultur".

Aber auch als Ziel von Wallfahrern und als eines der ersten Naturschutzgebiete des deutschen Südwestens ist er eine Landmarke am Oberrhein.

Die jetzige Michaelskapelle wurde 1742–1744 unter Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn erbaut. Drei Altäre, barocke Kanzel, Deckengemälde sowie die Figuren der vierzehn Nothelfer sind bemerkenswert und schmücken das Innere des Gotteshauses. Die erste urkundliche Erwähnung einer Kapelle stammt aus dem Jahre 1346.

 

Samstag, 30.06.2012

Exkursion nach Bruchsal-Heidelsheim.
Führung unter Leitung unseres Mitgliedes Peter Schwedes durch die ehemalige kurpfälzische Reichstadt mit ihrem mittelalterlichen Stadtkern und den vielen Sehenswürdigkeiten wie Stadttor, Reste der stauferschen Stadtmauer, Teile des stauferschen Diebsturms, Evangelische Kirche mit katholischem Anbau (ab 1711 für 2 Konfessionen genutzt), Stadttor von 1593 - 1774 wiederaufgebaut, mittelalterlicher Marktplatz (mit Marktbrunnen),Katzenturm und mittelalterliche Straßen mit Fachwerkhäusern.

 

Heidelsheim, seit 1974 ein Stadtteil von Bruchsal, wurde unter dem Namen „Heidolfesheim“ 770 erstmals urkundlich erwähnt, vermutlich unter Stauferkaiser Friedrich Barbarossa um 1160 zur Reichsstadt erhoben. In der Folge wiederholt verpfändet, darunter mehrfach auch an die Markgrafschaft Baden und an die Kurpfalz fällt es 1463 schließlich an die Kurpfalz. Um 1530 erreicht die Reformation Heidelsheim. Die Stadtkirche wurde in den Jahrhunderten danach von Katholiken, Protestanten und Lutheranern gemeinsam genutzt. Im Dreißigjährigen Krieg wird es mehrfach von Kaisertruppen, Franzosen und Schweden erobert, was sich auch auf die Bevölkerung niederschlug. Von ca. 1200 Bewohnern lebten am Ende des Krieges noch etwa 310. 1689 wird die Stadt von französischen Truppen nahezu vollständig zerstört, die Bevölkerungszahl fällt auf rund 50. 1803 fällt Heidelsheim nach Auflösung der Kurpfalz an Baden.

 

Samstag, 26.05.2012

Exkursion nach Mannheim: Ausstellungsbesuch „Benedikt und die Welt der frühen Klöster“.
Mit der Ausstellung "Benedikt und die Welt der frühen Klöster entführten die Reiss-Engelhorn-Museen ihre Besucher nach der erfolgreichen Staufer-Ausstellung erneut ins Mittelalter. Benedikt von Nursia gilt als Vater des abendländischen Mönchtums. Um das Jahr 529 gründete er in Italien das Kloster Montecassino, das zum Mutterkloster der Benediktiner wurde. Nach der von ihm verfassten Klosterregel leben bis heute Benediktiner auf der ganzen Welt. Die Benediktinerklöster waren Jahrhunderte lang Zentren geistigen Lebens. Hier wurden die Grundlagen für unsere heutige Kultur gelegt. Die Ausstellung vereint zahlreiche kostbare Exponate. Sie illustrieren den Alltag der Mönche und verdeutlichen die Bedeutung der Klöster für Bildung, Wirtschaft und Herrschaft. Die Schau stellt anschaulich dar, wie die Idee Europas ausgehend von seinen Klöstern Gestalt annahm. Die außergewöhnliche Bedeutung des benediktinischen Erbes für die abendländische Kultur zeigt sich in bedeutenden Handschriften sowie Gold- und Silberarbeiten von Weltrang.

 

Samstag, 14.04.2012

Burgenexkursion nach Neckarsteinach.
Besichtigung der Ruinen der Hinterburg und der Schadeck unter Leitung von Dr. Ludwig Hildebrandt und Nicolai Knauer. Danach Fortführung der Exkursion im Info-Zentrum Geo-Naturpark Bergstraße Odenwald.

Die Hinterburg oder auch Alt-Schadeck ist die älteste der vier Burgen Vorderburg, Mittelburg, Hinterburg und Schwalben­nest und die Stammburg der Edelfreien von Steinach. Es ist eine fünfeckige Burganlage auf einem Felsdorn der nach drei Seiten steil abfällt. Gegen den Berg ist sie mit einer gewinkelten Schildmauer und einem über 20 m hohen Bergfried gesichert. Der voll ausgemauerte mindestens 23 m tiefe Brunnen im Burghof hat in 18 m Tiefe eine begehbare Abzweigung in Richtung Mittelburg.

Die Burgruine Schwalbennest, eigentlich Schadeck, ist die jüngste der vier Neckarsteinacher Burgen. Der Aufgang zur Burg war ursprünglich über einen Serpentinenweg möglich und später über einen in den Fels geschlagenen Halsgraben.

Statt des Bergfriedes verfügt die Burg über eine zweiflüglige Schildmauer, die mit der Spitze gegen das Felsmassiv zeigt. Auf der Schildmauer verläuft ein Wehrgang. Bei Umbau­ar­beiten im 15. Jahrhundert wurde der Palas in den geschütz­ten, aber feuchten Winkel der Schildmauer verlegt und der Wehrgang erhielt an seinen beiden Enden jeweils einen Turm.

 

Samstag, 10.03.2012

Exkursion nach Eppingen-Kleingartach

Führung auf dem Burgstall Leinberg bei Eppingen-Kleingartach durch Alexander Krysiak

 

Die Leinburg (oder Luneburg) wurde um 1220 als Höhenburg erbaut, war Sitz der gleichnamigen Herren von Leinburg, deren erstes namentlich bekannte Mitglied Ludwig von Leinburg 1231 genannt wird, der für die Stauferkönige Heinrich (VII.) und Konrad IV. als Ministeriale tätig war und im Kloster Maulbronn begraben liegt, wie er es in einer Urkunde von 1241 verfügte und dessen Grabplatte sich auch in Maulbronn befindet. Ende des 13. Jahrhunderts sind die Leinburger bereits ausgestorben, ihr Besitz fällt an die Herren von Weinsberg, die 1282/83 als Vormünder der beiden letzten minderjährigen Adligen von der Leinburg erscheinen und beim Teilungsvertrag von 1325 im Besitz der Leinburg, der Stadt Gartach und des Dorfes Niederhofen erscheinen. Auf das Betreiben der Weinsberger wurde Ende des 13. Jahrhunderts die Stadt Gartach gegründet und Niederhofen 1325 erstmalig erwähnt. Der danach folgende häufige Besitzerwechsel schadete der Burg, die 1427 das letzte Mal urkundlich genannt ist. Allmählich zerfiel sie bis nur noch spärliche Mauerreste und der Burggraben sichtbar waren. Ende des 19. Jahrhunderts wurde aus restlichen Quadern ein Weinberghäuschen errichtet, das seither eine Wengertwirtschaft beherbergte und 1973 dem Neubau eines modernen Gaststättengebäudes weichen musste. Kleinere archäologische Untersuchungen wurden 1973 angestellt. Die Besitzgeschichte der Leinburg wurde zwischen 2009 und 2011 von Alexander Krysiak erforscht. Dabei konnten einige erstaunliche Neuigkeiten ans Tageslicht gebracht werden.

 

Rückblick auf die Veranstaltungen 2011

Samstag, 03.12.2011

Exkursion nach Epfenbach. Begrüßung und offizielle Eröffnung der Sonderausstellung "Wald" im Rathaus durch den Vorsitzenden des Vereins für Heimatpflege Epfenbach, Jürgen Kurz.

Anschließend führten Mitglieder des Vereins durch die Ausstellung und das Heimatmuseum im ehemaligen Fronhof. Danach bestand die Möglichkeit, sich bei einem Kaffee o. ä. aufzuwärmen.

Der Fronhof wurde ursprünglich vom Kloster Lobenfeld im 15. Jahrhundert gebaut. Zu Beginn des 30-jährigen Krieges war er im Besitz der Gebrüder Hans und Simon Zapf. Das Haus hat den Krieg aber nicht überdauert. Das heutige Gebäude entstand erst etwa 70 Jahre später (im Balken eingeschnitzt: Jahreszahl 1718).

Es ist heute im Besitz der Gemeinde und beherbergt das Heimatmuseum. Seit 1989 sind in den vier Stockwerken verschiedene Gegenstände aus dem Ort und der unmittel­baren Umgebung zu einer eindrucksvollen Sammlung zusammengestellt.

Epfenbach gehört als selbständige Gemeinde zum Rhein-Neckar-Kreis (Heidelberg). Es wurde in einer Schenkungs­urkunde aus dem Jahr 1286 erstmals erwähnt.

Samstag, 15.10.2011

Exkursion nach Elsenz.
Zunächst führt der Vorsitzende des örtlichen Heimat­vereins und der Ortsvorsteher durch das Museum und den Ort.

Gegen 16 Uhr bestand die Möglichkeit die gemeinsame Veranstaltung mit der HOG Sanktanna Ortsgruppe Kraichgau zu besuchen. Programmpunkte waren:
Einzug der Trachtenpaare in die Mehrzweckhalle, Volkstanz, Weinprobe beim Weingut Benz. Außerdem ein Unterhaltungsprogramm u. a. Posaunenchor Elsenz, Kinderchor Regenbogenkids, Chor Atemlos.

Elsenz, heute ein Stadtteil von Eppingen, liegt an der Quelle des gleichnamigen Flusses Elsenz und wurde 1137 erstmals urkundlich erwähnt. Die Kurpfalz erwarb den Ort im Jahr 1365. Bei der Aufteilung der Kurpfalz fiel Elsenz 1803 an das Fürstentum Leiningen, nach dessen raschem Ende 1806 wurde der Ort selbstständige Gemeinde. 1971 Eingemeindung nach Eppingen und damit Wechsel zum Landkreis Heilbronn.

An Sehenswürdigkeiten sind insbesondere die Evangelische Pfarrkirche von 1843 im neoromanischen Rundbogenstil, die katholische Dreifaltigkeitskirche, ein neobarocker Bau von 1912/13, der nach Plänen des Architekten Johannes Schroth aus Karlsruhe errichtet wurde und zu deren Ausstattung eine spätgotische Madonna um 1480 zählt zu nennen. Das ehemalige Rathaus von 1873 mit markantem hölzernem Anbau, beherbergt heute ein Heimat- und Tabakmuseum. Die Ortsmitte weist viele historische Fachwerkhäuser auf.

Samstag, 17.09.2011

Exkursion nach Eschelbach.
Führung durch Alfred Götz u. a. zur ev. Kirche und dem „Hirschhorner Schlösschen“. Anschließend im Sportheim Kurzvortrag über die Geschichte von Eschelbach (Alfred Götz).

Jahresmitgliederversammlung mit Wahl von Jörg Zobel als neuen Vorsitzenden und Nicolai Knauer als dritten Stellvertreter des Vorsitzenden, Übergabe des Bücherlagers von Familie Bender an die Familie Götz.

Samstag, 27.08.2011

Exkursion in das Schreinerdorf Eschelbronn.
Zunächst führten Mitglieder des dortigen Heimatvereins durch den Ort: Zur Evang. Kirche - 1813 im Weinbrenner-Stil erbaut nachdem die vorherige Kirche aus dem Jahr 1575 nicht mehr ausreichend Platz bot. Zum Pfarrhaus - 1783 errichtet und von der Familie von Venningen finanziert, weshalb es deren Wappen über dem Eingangstor zeigt. Zum kürzlich vom Arbeitskreis Heimatpflege des Regierungspräsidiums Karlsruhe als vorbildliches Museum ausgezeichneten Schreiner- und Heimatmuseum sowie zum 2009 anlässlich des zwanzigjähriges Bestehen des „Sellemols Theaters“ liebevoll mit allerlei Gegenständen von "Sellemols" eingerichteten „Sellemols-Agger“ hinter dem Friedhof.

Anschließend gab es im Gasthaus „Zum Löwen“ u. a. eine kleine Lesung von unserem Beiratsmitglied und Mundartautorin Marliese Echner-Klingmann.

Mittwoch, 03.08.2011

Buchvorstellung im Gasthaus Palme, Rappenauer Str. 10 in Eppingen.
Vorstellung der 36. SonderveröffentlichungZeichen der Siege – Zeichen der Trauer“.

Kriegerdenkmale und Gedenktafeln im Kraichgau, sind Thema und Inhalt des 360 Seiten umfassenden Bandes, eine mit 671 Farbbildern illustrierte Dokumentation, die von dem Bruchsaler Lokalhistoriker Karl-Heinz Häcker in mehrjähriger Arbeit zusammengestellt wurde. Zwei Karten auf den inneren Buchdeckeln sowie 13 Seiten Tabelle “Einwohnerzahlen und Kriegstote im Kraichgau” vervollständigen das Werk.

Bernd Röcker, der Vorsitzende des Heimatvereins Kraich­gau, hielt zur Einführung einen Kurzvortrag „Krieger-Denkmale als sichtbarer Ausdruck der Er­innerungs­kultur eines Volkes.. Danach stellte der Autor einige der von ihm erfassten Kraichgauer Kriegerdenkmale und Gedenktafeln für die Toten des Krieges vor und berichtete über seine Arbeit.

Samstag, 30.07.2011

Exkursion zur Ravensburg bei Sulzfeld.
Unser Beiratsmitglied Nicolai Knauer, der zurzeit wohl beste Kenner der Ravensburg, führte die ca. 100 Teilnehmer durch das Burgareal. Anschließend wurde die Möglichkeit zum Gedankenaustausch im Bier­garten genutzt.

Der Name der Ravensburg wird zum ersten Mal im Jahre 1222, im Zusammenhang mit einem Dieter von Ravensburg, bei dem es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Sohn Ravens von Wimpfen handelte, erwähnt. Bei der regen Bautätigkeit auf der Ravensburg in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstand im Osten, vermutlich 1467, ein weiteres vorgelagertes Tor samt Fußgängerpforte, jeweils mit Zugbrücken. Sehr wahrscheinlich auch ein geschlossener zweiter Bering mit Schalentürmen an den wichtigsten Punkten. 1486 wurde ein Gebäude westlich des Bergfriedes von Georg I. errichtet, wovon heute jedoch nur noch ein begehbarer Keller zeugt.

Samstag, 04.06.2011

Besuch der Salierausstellung im Landesmuseum Rheinland-Pfalz in Speyer: Führung durch die Ausstellung.

 

Im Jahr 2011 steht das salische Königs- und Kaisergeschlecht im

Mittelpunkt zahlreicher Ausstellungen und Veranstaltungen. Wegen ihrer besonderen Verbundenheit mit der Stadt Speyer, die den Bau ihres Domes diesem Herrschergeschlecht verdankt, weswegen auch deren Grablege sich darin befindet, bietet das Landesmuseum von Rheinland-Pfalz in Speyer den geschichtlich Interessierten eine große Landesausstellung an. Mit der Exkursion nach Lauffen zu der salierzeitlichen Burg hat der Heimatverein Kraichgau bereits einen regionalen Aspekt der Salierzeit thematisiert.
Otto von Worms, Herzog von Kärnten und Graf im Wormsgau und Speyergau, herrschte auch als Graf des Kraichgaus und des Elsenzgaus über unser Gebiet. Die Motte Wigoldesberg im Wald über Eichelberg war einer seiner Sitze, und die ältesten Teile der Sinsheimer Stiftskirche sind unter ihm  als frühe Grablege seiner Familie errichtet worden. Dies ist Grund genug, sich dieses Herrschergeschlechtes auch im Kraichgau zu erinnern.

Sonntag, 29.05.2011

Museumsfest in Kraichtal-Gochsheim. Alle Museen und die Kraichgau-Bibliothek waren geöffnet. Die örtlichen Vereine boten bei schönstem Wetter ein Unterhaltungsprogramm und sorgten für Speis‘ und Trank.

Samstag, 21.05.2011

Exkursion nach Reichartshausen und Haag.

Führung zu den Sehenswürdigkeiten der beiden Orte durch Beiratsmitglied Markus M. Wieland. Im Anschluss an die Führung ergab sich die Möglichkeit eines Gedankenaustausches.

 

Reichartshausen und Haag liegen im Übergangsgebiet von Kraichgau und Odenwald, im so genannten Kleinen Odenwald. Während heute Reichartshausen dem Gemeindeverwaltungs­verband Waibstadt anschlossen ist, gehörte Haag ab 1803 zum badischen Unteramt Dilsberg und teilte als selbstständige Gemeinde das Geschick Schönbrunns, mit dem es seit 1972 zusammengeschlossen ist.

Haag im Tal des Mannbachs wurde erstmals 1416 genannt. Die Rodungsbesiedlung („hac“ bedeutet Weideplatz) geht wie bei Schönbrunn auf die Staufer zurück.

Reichartshausen war Sitz des Zentgerichts der so genannten Reichartshäuser oder Stüber Zent. Dieser "Cent" oder "Gau" umfasste Aglasterhausen, Asbach, Bargen, Breitenbronn, Daudenzell, Epfenbach, Flinsbach, Haag, Helmstadt, Michelbach, Moosbrunn, Neunkirchen, Ober- und Unter­schwarzach, Pleutersbach, Schönbrunn und Schwanheim. "Stüber Cent", abgeleitet vom Stiefelberg (Stübelberg), war der Richtplatz mit dem Galgen des "Reichartshäuser Cent".

 

Die historische Galgensäule befindet sich heute am Ortsein­gang der Gemeinde. Die evangelische Kirche stammt von 1772. Sehenswert ist die barocke Kanzel. Der Innenraum ist mit schlichten Gemälden weiterer Kirchen der Umgebung geschmückt. Die Ortsmitte von Reichartshausen wird geprägt von mehreren, teils historischen Brunnen, die vom barocken Pfarrhaus und weiteren ebenso barocken Gebäuden umgeben sind. Die Karl-Ludwigs-Eiche soll der Überlieferung nach auf Kurfürst Karl Ludwig zurückgehen. Er steckte um 1650 bei einem Jagdausflug eine Eichel in den Boden, nachdem sie ihm auf das Essen gefallen sein soll.

Samstag, 16.04.2011

Exkursion zum Steinhauerdorf Eppingen-Mühlbach.

Führung durch den Vorsitzenden des Mühlbacher Heimat- und Verkehrsvereins Manfred Holz und Bernd Röcker zu den Sehenswürdigkeiten (ehem. Klosterkirche, Bildstock von Hans Wunderer, Fachwerkhaus von 1582 in der Schalksgasse, Jugendstilsteinbauten in der Ortsmitte, Steinhauermuseum, Steinskulpturenpfad usw.).
Im Anschluss daran Kurzreferat über den Pfarrer und 48-Revolutionär Friedrich Schlatter
(1799–1875), Alters­präsident des badischen Revolutionsparlaments.

Mühlbach, seit 1972 ein Stadtteil von Eppingen wurde im Jahre 1290 erstmals urkundlich erwähnt. Anlass war die Schenkung einer Marienkapelle am Mühlbach durch Heinrich von Brettach († 1295) an das Wilhelmitenkloster Marienthal bei Hagenau (Elsaß). Seine Grabplatte befindet sich in der evangelischen Kirche, die 1871 im Stil der Neogotik unter Beibehaltung der Sakristei und des Chors eines Vorgänger­baus aus dem 13. Jahrhundert erbaut wurde. In der Kirche befindet sich auch  ein Bildstock von Hans Wunderer (um 1500, erneuert 1771). Die Mauer unterhalb der Kirche geht noch auf die Klosteranlagen der Wilhelmiten aus dem späten 13. Jahrhundert zurück.

Im Rathaus, 1903 im Jugendstil als Rat- und Schulhaus erbaut, befindet seit 1998 auch das Steinhauermuseum. An die Steinhauertradition des Ortes erinnern außerdem mehrere Sandsteinobjekte auf dem Rathausplatz sowie eine historische Kipplore und Steinsägen im benachbarten Park. Auch zahlreiche weitere historische Gebäude im Ort weisen schmuckvolle Sandsteinfassaden auf. Bemerkenswert hierbei ist insbesondere die aufwändige Sandsteinausführung einfacher Wohn- und Wirtschaftsgebäude.

Samstag, 26.03.2011

Feier aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Kraichgau-Bibliothek im Bürgerhaus in Kraichtal-Gochsheim mit kleinem Stehempfang. Neben geladenen Gästen waren auch die Mitglieder dazu eingeladen.

Samstag, 12.03.2011

Exkursion nach Lauffen a.N.
Führung durch und um die Regiswindiskirche durch Dr. Otfried Kies (er hat dieses Jahr über die Regiswindis promoviert). Anschließend Führung in und um die „Inselburg“ (heutiges Rathaus) durch Nikolai Knauer, der auch durch die von ihm erarbeitete und gestaltete Ausstellung über diese Burg führte.
Lauffen liegt zwar außerhalb des Kraichgaus, doch da wir 2011 das Salier-Jahr und 2010/12 das Staufer-Jahr feiern, liegt der Besuch Lauffens nahe, denn die Grafen von Lauffen übten während der Salierzeit die Herrschaft über große Teile des Kraichgaus aus, und die Regiswindiskirche wurde in der Stauferzeit errichtet.

Samstag, 12.02.2011

Besuch der Landesausstellung im Reiss-Museum Mannheim „Die Staufer und Europa“; Führung durch die Ausstellung.

Samstag, 29.01.2011

Besuch der Landesausstellung im Karlsruher Schloss „Jungsteinzeit im Umbruch – Die ‚Michelsberger Kultur‘ im Umbruch und Mitteleuropa vor 6000 Jahren“.

Bei der Führung wirkte auch unser Beiratsmitglied Reiner Dick mit, der Teile der Ausstellung mit seiner Arbeits­gruppe „Experimentelle Archäologie“ bestückt hat.

 

 

 

Rückblick auf die Veranstaltungen 2010

Samstag, 06.11.2010

Exkursion zum Eppinger Stadtteil Kleingartach.
Von dort führte Timo Maurer, Vorsitzender des neu gegründeten Heimat- und Kulturvereins, durch die einst badische, später württembergische Stadt (Städtische Kelter vermutlich aus dem späten 15. Jahrhundert, Neipperg’sches Amtshaus, „Kaserne“, Neipperg’sches Herrenhaus, Gemminger Amtshaus, Evangelische Pfarrkirche St. Martin mit spätmittelalterlichen Wandmalereien von 1470 u. v. a. m).

Man sieht schon an den Bezeichnungen mancher Häuser, dass die Geschichte Kleingartachs bis weit in das 16. Jahrhundert eng mit der Geschichte des Kraichgaus verbunden war. Geographisch gehört das Leintal noch zum Kraichgau.

Samstag, 09.10.2010

Exkursion nach Bauerbach.
Führung zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes.

Im Anschluss daran bestand die Möglichkeit der Teilnahme an der Veranstaltung der HOG Sanctanna und anderen Rückkehrergruppen aus dem Banat.

Die Gemeinde Bauerbach, heute ein Stadtteil von Bretten, wurde erstmals 778 im Lorscher Kodex erwähnt. 1090 wird sie Besitz des Klosters Hirsau und 1511 ging sie an das Domkapitel zu Speyer, bis sie 1803 zu Baden kam. Die alte Kirche wird erstmals 1103 erwähnt und 1528 erweitert. Sie war jedoch im 18. Jahrhundert so baufällig, dass sie durch eine neue ersetzt wurde. Der Bau der heutigen Pfarrkirche St. Peter, wurde 1781 begonnen, aber erst 1790/91 fertig gestellt. Doch schon 1808 musste der Turm erneuert werden, da er schlecht fundamentiert war. Der barocke Hochaltar von 1792 wurde 1898 durch einen neugotischen ersetzt. Bei der Umgestaltung 1962 und 1987 erhielt die Kirche ihr heutiges Aussehen. Als besondere Sehenswürdigkeit ist auch das Rathaus zu erwähnen, das laut einer Inschrift am Außengebälk im Jahre 1585 erbaut wurde. In Bauerbach bestand bis 1894 eine jüdische Gemeinde. Ihre Entstehung geht in das 18. Jahrhundert zurück. Erstmals werden 1714 Juden am Ort genannt. Spätestens seit Ende des 18. Jahrhunderts war ein Betsaal vorhanden. Das Haus des alten Betsaales ist erhalten. 1890 wurde das Gebäude verkauft und wird seitdem als Wohnhaus genützt (Bürgerstraße 48). Um 1890 ist auch das vor der Synagoge befindliche "Judenbrünnle" verdolt worden.

Samstag, 11.09.2010

Exkursion nach Kirchhausen.
Führung von Nikolai Knauer durch das Deutschordensschloss und die Denkmäler dieser Kleinresidenz des Deutschen Ritterordens im Kraichgau, die erst durch die Gebietsreform 1973 in die Stadt Heilbronn eingegliedert wurde.
Die Errichtung des Gebäudes geht auf den Beginn der Amtszeit des Hochmeisters Heinrich von Bobenhausen im Jahr 1572 zurück. Das Schloss ist ein zweigeschossiger Zweiflügelbau, dessen Flügel sich rechtwinklig treffen. Diese Bauform ist im Wirkungsbereich des Deutschen Ordens nur selten anzutreffen. Die repräsentativen Giebel der Gebäude sind im Stil der Renaissance mit Voluten und horizontalen Gurtgesimsen geschmückt. An den Ecken der Anlage stehen vier Rundtürme mit schiefergedeckten Kegeldächern. Das Gebäude war einst von einem Wassergraben umgeben, der heute jedoch trockengelegt ist. Als Zugang diente eine Zugbrücke auf der Nordostseite.

Samstag, 04.09.2010

Exkursion zur Minneburg oberhalb von Neckargerach-Guttenbach.
Es führte Beiratsmitglied und Burgenforscher Nicolai Knauer. Die Minneburg, auf einem Sporn über dem Neckar, ist eine der großartigsten Ruinen des Neckartals mit Bergfried, Schildmauer, Palas, Ringmauer, Vor- und Hauptburg. Sie entstand Ende des 13. oder Anfang des 14. Jahrhunderts und wurde von den Besitzern, Niederadelsfamilien des Kraichgaus und des Baulands mehrfach erweitert und umgebaut, ehe sie im 16. Und 17. Jahrhundert Sitz einer pfälzischen Kellerei wurde. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie zerstört.

Weiter führte die Exkursion auf die andere Neckarseite zur Burg Dauchstein bei Binau. Sie soll um 1030 als Zollburg für die Neckarschifffahrt errichtet worden sein. Nach Überlieferungen soll das Eintreiben des Wegezolls mit Hilfe einer über den Neckar gespannten Kette, die erst gesenkt wurde, nachdem der geforderte Zoll bezahlt war, erfolgt sein. Von der Burganlage ist heute im Wesentlichen nur noch der Wohnturm vorhanden. Die weiteren Bauwerke (Palas und die 1,7 Meter dicke Schildmauer) sind Ruinen und nur noch in Resten erkennbar. Der ehemalige Palas ist nach Abbruch eines Teils der Felsplatte zum größten Teil verschwunden. Der Wohnturm, vielfach fälschlicherweise als Bergfried beschrieben, ist 20 Meter hoch und umfasst eine Fläche von 6 x 6 Metern. Zudem weist der Turm zwei Besonderheiten auf: Sein Abtritt  war nicht wie üblich freiliegend, sondern innenliegend mit einer Abflussröhre nach außen. Auch sind die Stockwerke des Wohnturms nicht mit Holztreppen oder Leitern verbunden, sondern mit sehr engen und niedrigen Treppengängen in der Außenmauer.

Samstag, 14.08.2010

Exkursion nach Walldorf.
Die Führungen erfolgten in zwei Gruppen.
Zum einen stellte Dr. Ludwig Hildenbrandt das „römischen Walldorf“ im Rahmen einer Führung vor. Gleichzeitig bestand Gelegenheit zum Besuch der Sonderausstellung „Jacques Callot: Die besondere Graphik. Kupferstiche und Radierungen“

Der Lothringer aus Nancy gehört zu den bedeutendsten Künstlern Europas um 1600. Er war ein genialer Darsteller der Menschen seiner Zeit. Kunstfreunde haben damit die Gelegenheit an über 200 Kupferstichen und Radierungen das Oeuvre dieses bedeutenden Meisters kennen zu lernen. Seine Werke waren bereits zu seinen Lebzeiten sehr begehrt. Die Radierungen wurden von Malern, wie z.B. Rembrandt, hoch geschätzt und gesammelt.

Samstag, 24.07.2010

Exkursion nach Wimpfen im Tal.
Führung durch die Stiftskirche und das Areal der Stiftskirche durch Herrn Fischer, stellv. Vorsitzender des Vereins „Alt-Wimpfen“, und Dr. Hans-Heinz Hartmann, der die römische Civitas mit ausgrub und an der wissenschaftlichen Auswertung der Ergebnisse beteiligt war. Leider war an diesem Tag weder der Kreuzgang noch die Tillykapelle zu besichtigen. Der Heimatvereinverein will versuchen, dies mit einer weiteren Exkursion im nächsten Jahr nachzuholen.

Die Stiftskirche St. Peter in Bad Wimpfen ist die Kirche eines mittelalterlichen Ritterstifts und gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der frühen Gotik  in Deutschland. Sie diente der Ausbildung der Söhne von Adligen im Kraichgau. Die Kirche liegt inmitten des einstigen Römerkastells Wimpfen im Tal gegenüber der Jagstmündung.

Wie bei den meisten Kastellen bildete sich bald eine umgebende zivile Siedlung, in der sich vor allem Händler und Handwerker ansiedelten. Nach der Verlegung der Reichsgrenze zum Limes bei Jagsthausen (138-161) verlor das Kastell seine militärische Bedeutung. Umso bedeutender war das römische Wimpfen im Tal als zivile Stadt. Es wurde Hauptort eines römischen Verwaltungsbezirks namens Civitas Alisinensium und als eine von wenigen Römerstädten im heutigen Süddeutschland mit einer Stadtmauer und einem Graben geschützt. Die ummauerte Fläche betrug etwa 19 Hektar, damit gehörte Wimpfen zu den größten Römerstädten im heutigen Baden-Württemberg.

Die Cornelienkirche ist eine spätgotische evangelische Kirche, die im Dreißigjährigen Krieg als Hauptquartier Tillys während der Schlacht bei Wimpfen diente, weshalb sie im Volksmund auch Tillykapelle genannt wird. Die ansonsten unscheinbare kleine Kirche zeichnet sich durch alte Wandmalereien im Inneren und ein kunstvolles Portal aus.

Samstag, 19.06.2010

Exkursion nach Neckarbischofsheim.
Unser Mitglied, Schuldekan a. D. Peter Beisel, Vorsitzender des Neckarbischofsheimer Heimatvereins, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Jubiläum feiert, führte uns zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt
unter anderem: Totenkirche, die seit dem 14. Jahrhundert belegte ursprüngliche Pfarrkirche des Ortes und in der sich über 40 historische Grabmäler der Herren von Helmstatt befinden. Ev. Stadtkirche, die auf eine Marienkapelle von 1386 zurückgeht, 1543 um den Turm erweitert wurde und 1610 bis 1612 ihr Langhaus erhielt. Nach dem Neubau des Langhauses wurde die Kirche als templum salvatoris (Erlöserkirche) bezeichnet und zur Pfarrkirche erhoben. Das alte Schloss (Steinernes Haus), das auf die 1274 erwähnte Burg zurück geht und das älteste erhaltene Gebäude in Neckarbischofsheim ist.

Im Anschluss an die Stadtführung fand im Gasthaus „Zur Krone“ die Jahreshauptversammlung statt, bei der in diesem Jahr turnusgemäß auch Neuwahlen durchgeführt wurden.

Samstag, 15.05.2010

Exkursion nach Meckesheim.
Unser Mitglied Rudolf Mickel führte uns zu den Sehenswürdigkeiten seines Heimatortes, unter anderem zum 1782 für den für unsere gesamte Region sehr bedeutsamen Kurfürsten Carl-Theodor errichteten Denkmal und zur Ruine der ehemaligen auf römischen Gebäuderesten errichteten hochmittelalterlichen Dorfkirche St. Martin.

Meckesheim wurde erstmalig 822 im Lorscher Codex als Meckinesheim erwähnt und ist vermutlich eine fränkische Siedlung, die ihren Namen von einem Stammesfürsten Mekin (o. ä.) erhielt. Die östlich des Dorfes gelegene Ruine der Martinskirche ist eine der ältesten Pfarrkirchen der Gegend, die wahrscheinlich noch aus der Zeit der fränkischen Besiedlung im 6. oder 7. Jahrhundert datiert.

Samstag, 17.04.2010

Exkursion nach Bruchsal-Untergrombach.
Unser Mitglied Dietmar Konanz, Vorsitzender des Untergrombacher Heimatvereins, führte zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes, u. a. zum Firstständerhaus von 1428 mit dem Heimatmuseum.

Samstag, 06.03.2010

Exkursion nach Sinsheim-Steinsfurt.
Führung durch die Synagoge unter Leitung von Siegfried Ozolins, Vors. des Vereins „Alte Synagoge Steinsfurt e.V.) mit Kurzvortrag über Hermann Weil, (Getreidegroßhändler), anschließend Besichtigung einiger Sehenswürdigkeiten, u. a. „Kaserne“, Lerchennest.

Die Führung stellte, neben anderen interessanten Aspekten der Steinsfurter Geschichte, den Besuch der restaurierten alten Synagoge in den Mittelpunkt. Diese diente nach der Auflösung der ehemaligen jüdischen Gemeinde Steinsfurt jahrzehntelang als Lagerhalle eines Handwerkers und war bei unserer letzten Exkursion nach Steinsfurt noch nicht zu besichtigen.

Samstag, 30.01.2010

Exkursion nach Bretten anlässlich des Melanchthonjahres.

Führung durch die Gedächtnishalle und durch die Sammlungen (Hans-Joachim Reiber, Vorsitzender des Melanchthonvereins Bretten).

Der Besuch des Melanchthonhauses als Auftaktveranstaltung wurde ausgewählt, weil 2010 sich der 450. Todestag Philipp Melanchthons jährt. Dessen Beiname „Praeceptor Germaniae“ verweist auf seine herausragende Bedeutung für die Geschichte Deutschlands, nicht nur für die evangelische Kirche. Er ist, und das kann man ohne Übertreibung sagen, auch der bedeutendste Kraichgauer

 

 

 

Rückblick auf die Veranstaltungen 2009

Samstag, 14.11.2009

Exkursion zum jüdischen Friedhof Bad Rappenau-Heinsheim unter Leitung von Bernd Röcker.

Bereits im 16. Jahrhundert wurde im Gewann "Schlierbach" (nahe den Heinsheimer Aussiedlerhöfen) ein Friedhof angelegt. Er diente bis zum 19. Jahrhundert auch den Juden zahlreicher (bis zu 25) umliegender Gemeinden als Begräbnisstätte. In der NS-Zeit blieb der Friedhof unversehrt. Nur wenige jüdische Friedhöfe Süddeutschlands haben eine derart reiche Symbolsprache auf den Grabsteinen.

Im Anschluss an die Führung durch den Friedhof fand in der Brauereigaststätte Häffner in Bad Rappenau ein Vortrag über neueres Schrifttum zum Judentum im Kraichgau und den angrenzenden Gebieten mit anschließender Aussprache statt.

Samstag, 17.10.2009

Exkursion nach Kraichtal-Landshausen

Aufgrund der schlechten Witterung musste der Programmablauf umgestellt werden. Im Sportheim in der Eschbachstraße, nach Einzug der Trachtenträger, Begrüßung durch Bürgermeister Hintermayer und Vorstellung der Stadt Kraichtal. Später Führung unter Leitung von Bernd Röcker um die Kirche sowie zu den Sehenswürdigkeiten Landshausens. Dabei legte die Ortsgruppe Kraichgau der HOG Sanktanna bei einem nahen Wegekreuz Rosmarin zum Gedenken an die Ahnen nieder. Neben Darbietungen bäuerlichen Arbeitens der vorindustriellen Zeit wie Hanfbrechen, Flachsbrechen oder Spinnen auf dem Spinnrad wurde auch vorgeführt, wie Seile gedreht wurden und wie frührer mit Dreschflegeln gedroschen wurde. Anton Machauer gab einen kurzen geschichtlichen Überblick zum Dreschen und zu Dreschflegelsprüchen. Bei der anschließenden Fortsetzung der Veranstaltung in der Festhalle unterhielten die Kraichtaler Blasmusikanten mit volkstümlichen Weisen. Mundartgedichte und Anekdoten aus Kraichtal, Volksliedgesang und Ziehharmonikaspiel umrahmen die Darbietungen.

Samstag, 26.09.2009

Exkursion nach Ellmendingen (Enzkreis)

Führung durch den Ort (ehemalige Wehrkirche, Fachwerkhäuser, mittelalterliche Kelter, unverfälscht erhaltene Bachzeile entlang der Durlacher Straße u. a. m.) unter Leitung von Bernd Röcker

Ellmendingen, Kelterns zweitgrößter Ortsteil, wurde erstmals 919 urkundlich als "Almusdingen" erwähnt. Zunächst in Hirsauer Besitz, dann in solchem der Herren von Remchingen, kam Ellmendingen im 14. Jahrhundert schließlich an Baden. Der Ort wurde im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1688/89 niedergebrannt.

Die Evangelische Kirche liegt auf einer Anhöhe und ist als Wehrkirche ausgelegt. Von dem um das Jahr 1100 erstmals erwähnten Bau ist in der Bausubstanz der heutigen Kirche nichts mehr erhalten. Der älteste Teil der Kirche ist der 1404 begonnene massige Chorturm im Osten. Anschließend erhielt das Langhaus ein Portal sowie zwei hohe gotische Maßwerksfenster. Pfeiler und Spitzbögen aus der Turmmauer des Langhauses mussten 1775 beim Einbau der Orgelempore abgetragen werden. In einer alten Ortsbeschreibung von 1803 ist zu lesen, dass früher eine Zugbrücke den Zugang zum Friedhof bildete.

Der große Sohn der Gemeinde Johannes Kepler, berühmter Astronom und Mathematiker, wohnte 1579 bis 1584 in Ellmendingen, wo sein Vater das Gasthaus „Sonne“ gepachtet hatte. Eine Gedenktafel am Gebäude Durlacher Straße 24 hält dies in Erinnerung.

Ein besonderes Kleinod ist die im 16. Jahrhundert erbaute Kelter, eine „Torkel", die heute eine seltene Sehenswürdigkeit darstellt. Sie ist ein großer Holzbau mit Krüppelwalmdach, worin bis 1937 gekeltert wurde. Ein Neubau übernahm 1939 ihre Aufgabe. In den Jahren 1758-60 wurde an der südlichen Schmalseite ein zweigeschossiges Kelterstübchen angebaut, in dem heute das Heimatmuseum untergebracht ist, in dem auch wechselnde Kunstausstellungen stattfinden.

Samstag, 05.09.2009

Exkursion nach Ötisheim-Schönenberg

Kurzreferat zu den Eppinger Linien und Besuch der nahe dem Ort gelegenen Sternschanze am Sauberg, einem Teilstück der Eppinger Linien unter Leitung von Bernd Röcker, Vorsitzender des Heimatvereins Kraichgau e.V.. Anschließend Führung durch den Ort und das dortige Waldensermuseum.

Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg erlaubte den vertriebenen Waldensern die Ansiedelung in seinem Herzogtum. Unter der Leitung des Pfarrers Henri Arnaud besiedelten sie eine damals abgelegene, menschenarme Gegend im Nordwesten des Herzogtums, nahe dem Ort Ötisheim im jetzigen Ortsteil Schönenberg. Das ehemalige Wohnhaus von Henri Arnaud beherbergt heute ein Waldensermuseum. Am Haus angebracht ist eine Tafel, die an die Einführung der Kartoffel erinnert. Denn die Waldenser pflanzten bei ihrer Ankunft unter anderem Kartoffeln an, die bis dahin von den Einheimischen nicht genutzt wurden. Somit hängt die Niederlassung der Waldenser in Süddeutschland unmittelbar mit der Verbreitung der Kartoffel zusammen.

Die Eppinger Linien waren eine befestigte Verteidigungslinie, die von Weißenstein bei Pforzheim über Mühlacker, Sternenfels, Eppingen bis nach Neckargemünd reichte. Sie hatte eine Gesamtlänge von 86 km. Die Eppinger Linien wurden in den Jahren 1695 bis 1697 unter dem Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden, auch „Türkenlouis“ genannt, in Fronarbeit errichtet, um französische Raubzüge im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688–1697) zu unterbinden.

Samstag, 08.08.2009

Exkursion nach Waghäusel

Die Leitung hatten Gilbert Roth, 1. Vors. des Heimatvereins Wiesental, und unser Beiratsmitglied Jörg Zobel.

Nach einer kurzen Besichtigung der Kirche, deren Geschichte bis in das frühe 15. Jahrhundert zurück reicht, ging es zu Fuß zur nahe gelegenen Eremitage. Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn hatte diese in der Zeit von 1724-1729 unmittelbar neben der Wallfahrtskirche bauen lassen. Es handelt sich um einen achteckigen Schlossbau mit vier Flügeln, erbaut von Johann Michael Ludwig Rohrer und ab (etwa) 1737 von Johann Balthasar Neumann (1687-1753) erweitert.

Bei der Eremitage standen sich im Gefecht bei Waghäusel am 21. Juni 1849 badische Revolutionstruppen unter Franz Sigel und eine Invasionsarmee unter preußischer Führung gegenüber. Die badischen Truppen konnten die Invasoren an diesem Tag zwar schlagen, doch sie setzten nicht konsequent genug nach, so dass sich Preußen reorganisieren konnten und die Revolutionäre schließlich aufrieben. Am Tag vor der entscheidenden Schlacht fand in Wiesental, am 20.06., bereits ein Gefecht zwischen preußischen Husaren und Freiheitskämpfern mit mehreren Toten statt. Daran erinnern ein Denkmal und ein Gedenkstein.

Freitag, 10.07.2009

Klosterkirche Lobenfeld: Verleihung der Ehrenmitgliedschaft des Heimatvereins Kraichgau e.V. an die stellv. Vorsitzende und leitendes Mitglied des Redaktionsstabs Frau Doris Ebert.

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Herzlichen Dank an dieser Stelle an die beiden Künstler
Traudel Röcker, Sopran, und Alois Bergdold, Orgel.

Samstag, 04.07.2009

Exkursion nach Lienzingen
Führung unter Leitung von Roland Straub durch die besterhaltene Kirchenburg Süddeutschlands und zu Fachwerkhäusern fast aller Epochen.

Die älteste urkundliche Erwähnung von Lienzingen, seit 1975 ein Stadtteil von Mühlacker, stammt aus dem Jahr 766. In einer Schenkung des Klosters Lorsch. ist von Laizhingen die Rede. Großen Besitz im Dorf hatten die Freiherren von Enzberg und von Roßwag. Mit der Zeit wurden die Besitztümer der beiden Klöster Sinsheim und Maulbronn immer bedeutender. Die erste Kirche ist bei einer Übereignung an das Kloster Sinsheim im Jahr 1100 genannt. Im Mittelalter war Lienzingen oft, wegen seiner Lage an einer Durchgangsstraße, in Kriegsgeschehen verwickelt. Die Einwohner Lienzingens bauten deshalb Schutzanlagen in Form der befestigten Kirche. Diese heute evangelische Kirche in Lienzingen ist eine ehemalige Kirchenburg von 1492. Sie ist noch mit Mauer, Zugbrücke und Graben umgeben.

Samstag, 20.06.2009

Exkursion nach Weißenburg im Elsass

Von Office de Tourisme (im Zentrum gegenüber dem Rathaus). führte uns die Stadtführerin Mme. Moog zwei Stunden zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt: Abteikirche St. Peter und Paul (ehemalige Klosterkirche); Kirche St. Jean (hier predigte Martin Bucer, der kurz vorher die Nonne des Klosters Lobenfeld, Elisabeth Silbereisen, geheiratet hatte); Palais Stanislas; Salzhaus, malerisches Stadtviertel Le Bruch u. v. m.; anschließend war die Möglichkeit gegeben, die gute elsässische Küche zu genießen.

Unsere Exkursion führte uns dieses Mal über die Grenzen des Kraichgaus. Damit wurden wir unserem Motto „Den Kraichgau kennen lernen“ nicht untreu, denn das alte Reichskloster Weißenburg hat für weite Teile des Kraichgaus eine große Bedeutung gehabt. Viele Dörfer waren abhängig vom Kloster und verdanken seinem Güterverzeichnis ihre erste Erwähnung. Für die altdeutsche Literatur spielt das Kloster ebenfalls eine wichtige Rolle (Mönch Otfried von Weißenburg). Der Rhein war bis zur  Besetzung des Elsaß im 17. Jahrhundert durch die Franzosen keine Landesgrenze. Vielmehr gab es einen umfangreichen wirtschaftlichen und kulturellen Austausch. Über das Kloster Weißenburg kam vermutlich auch die Ottilienverehrung in den Kraichgau, denn auch das heutige Mühlbach war als ehemaliger Ausbauort von Kleingartach von ihm abhängig, und der heutige Eppinger Stadtwald auf Eppinger Hardt, in dem der Ottilienberg, ein jahrtausende alter „Heiliger Berg“, liegt, gehörte zum größten Teil damals noch „Gartach“ und „Witegowenhusen“. Es lohnte sich also dieses Weißenburg kennen zu lernen.

 

Samstag, 16.05.2009

Exkursion nach Wiesloch-Baiertal;
Führung durch die Kirche und durch den Ort unter Leitung von Jörg Zobel. Die Geschichte der Burg Hohenhardt erläuterten Dr. Ludwig Hildebrandt und Jörg Zobel. Abschluss im Gasthaus „Zum Falken“ (Ortseingang in Baiertal vom Hohenhardter Hof her).

Die erste Erwähnung von Baiertal als Buridal im Lorscher Codex datiert vom Jahr 841. Archäologische Funde setzten ab dem 8. Jahrhundert ein und lassen für das 12. Jahrhundert eine Blüte des Ortes erahnen: Im Tal des Gauangelbachs bestand in Zusammenhang mit dem Wieslocher Silberbergbau eine große Blei-Silberhütte. 1314 erscheint ein kleineres Gut im Besitz des Klosters Schönau. Das Gut gehörte vorher Ulrich Landschad von Steinach. Als Zeugen treten schon zu diesem Zeitpunkt die Ministerialen von Hohenhart auf, die sich bis 1403 als Ortsherren in Baiertal erschließen lassen. Durch deren missliche finanzielle Verhältnisse geht der Ort nach und nach in andere Hände über: den Deutschen Orden und die Herren von Sickingen. Durch den Bach war die Gemarkung in zwei Herrschaftsbereiche getrennt, in den Zehnt Meckesheim und die Blutgerichtsbarkeit von Wiesloch. Die Ostseite Baiertals wurde 1803 badisch. Der Rest zu drei Vierteln im Jahr 1805 sowie der Anteil des Deutschen Ordens im Jahr 1809. Seit 31. Januar 1972 ist Baiertal nach Wiesloch eingemeindet.

 

Samstag, 25.04.2009

Exkursion zum Malerdorf Karlsruhe-Grötzingen;
Mit Grötzingen wurde dieses Jahre ein weiterer Veranstaltungsort im Kraichgau gewählt, der mit der Stadtbahn erreichbar ist.
Kirchenführung durch Pfarrer Ulrich Schadt (Verfasser der jüngst erschienenen Festschrift „750 Jahre Kirche in Grötzingen…“ Anschließend Führung durch den alten Ortskern unter Leitung des Heimatvereinsvorsitzenden Hoos. Anschließend Einkehr und Kurzreferate in der „Begegnungsstätte“.

In einem Verzeichnis des Kloster Weißenburgs, in dem geraubte Ortschaften aufgeführt wurden, ist Grötzingen 991 genannt Dieses Jahr gilt als erste urkundliche Erwähnung. Nach der Christianisierung entstanden fünf Kapellen. Aus einer dieser Kapellen soll die 1255 erstmals erwähnte Dorfkirche hervorgegangen sein, die unter der Regierung Markgraf Rudolf I. mit Beistand des Kloster Lichtenthals gebaut und Unserer Lieben Frau geweiht wurde. 1414 wurde ein Ostchor im frühgotischen Stil angebaut. Das Langhaus erweiterte man 1425. Seit 1556 wird in ihr der Gottesdienst nach protestantischer Liturgie abgehalten. Um das bis zu 22 Grad gedrehte Kirchturmdach rankt sich die Sage, wonach der neidische Teufel es nicht auszureißen, sondern nur zu verdrehen vermochte. Vermutlich war die Drehung vom Zimmermann so gewollt. Ein alter Stich der Weißenburger Kirche zeigt ein ganz ähnliches Dach. Bemerkenswert ist auch das spätgotische Kruzifix am Altar (1510), das aus der Ulmer Schule stammt. Bei der Renovierung 1976/77 wurden im Chorbogen Fresken aus dem Jahr 1425 freigelegt (Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen).

Samstag, 04.04.2009

Exkursion nach Zaisenhausen

Führung durch das Straßendorf durch Hartmut Hensgen (Verfasser der Ortschronik „1000 Jahre Zaisenhausen“): u. a. die von Weinbrenner-Schüler Hübsch gebaute ev. Kirche sowie Fachwerkhäuser.
Im Bürgersaal: Jahresmitgliederversammlung (ohne Wahlen). Abschluss mit Kurzreferat von Bernd Röcker über „das Dorfschulmeisterlein“ und Biedermeierdichter Samuel Friedrich Sauter im NZ des Gasthauses „Rhodos“.

Die erste urkundliche Erwähnung von Zaisenhausen stammt aus dem Jahr 991. Das Dorf erlebte in seiner Geschichte vielfach Besitzerwechsel und Verpfändungen.

Bekannt wurde der Ort durch das ehemalige Schwefelbad, dessen Quellen im Jahre 1713 entdeckt wurde. Das Wasser galt als sehr gutes Heilwasser.

Samstag, 14.03.2009

Exkursion nach Neidenstein

Führung durch das „Burgdorf“ unter Leitung des Vorsitzenden des Neidensteiner Heimatvereins Thomas Uhl (u. a. Epitaphien derer von Venningen in der ev. Kirche, Vorderburg mit Heimatmuseum, Hauptburg, Fachwerkhäuser). Anschließend Einkehr und Kurzreferate im Sportheim.

Die Burg, deren älteste Bauteile auf das 13. Jahrhundert datieren, wurde 1319 erstmals im Besitz der Herren von Neidenstein (Nydenstein) erwähnt. Die Burg wurde im 16. Jahrhundert ausgebaut und um die Vorburg erweitert. Die Kernburg ist bewohnt, im „Jägerhaus“ in der Vorburg unterhalb der Burg ist seit 1994 ein Heimatmuseum untergebracht.

Für den Bau der evangelischen Kirche in Neidenstein nimmt man die Zeit um 1700 an, zumal das barocke Langhaus auf eine Entstehung um diese Zeit hinweist. Die 1976 innen und außen vollkommen renovierte Kirche beherbergt zahlreiche Epitaphen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert.

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Rückblick auf die Veranstaltungen 2008

Samstag, 20.12.2008

Exkursion nach Eppingen
Sonderführung durch die Ausstellung „Die Hartmanni von Eppingen und ihre Zeit“ durch Bernd Röcker, Vorsitzender des Heimatvereins Kraichgau, der auch die Ausstellung zusammengestellt hat.

Die Eppinger Ratsherrenfamilie Becker, genannt Hartmanni, ist ein herausragendes Beispiel für den Aufstieg von Söhnen bürgerlichen Familien an der Wende vom 15. zum 16.Jh., die durch den Besuch von Lateinschule und Universität höchste, vorher fast ausschließlich Adelssöhnen vorbehaltene Ämter im Staat, Kirche und Universität erreichten. In drei Generationen brachte diese Familie fünf bedeutende Köpfe hervor. Diese sind als Professoren und Rektoren an der Universität Heidelberg, als Kanoniker und Generalvikar in der Kirche sowie als Hofräte, als Kanzler und Hofrichter in der Kurpfalz in leitende Stellungen aufgestiegen. Ihr bedeutendster Vertreter Hartmannus Hartmanni d. Ä. wurde sogar von Kaiser Karl V. wegen seiner Verdienste als Diplomat im Dienste des Reichs in den erblichen Adelsstand erhoben. Mit der Hartmanni’schen Stiftung hatte das Geschlecht der Hartmanni über 400 Jahre lang eine segensreiche Bedeutung für die Eppinger Lateinschüler und Gymnasiasten. Die Ausstellung „Die Hartmanni und ihre Zeit“ versucht die außerordentliche Bedeutung der Familie in ihrer Zeit sichtbar zu machen.

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Samstag, 15.11.2008

Exkursion nach Kraichtal-Münzesheim

Führung durch den historischen Ortskern mit dem bekannten Fachwerkhaus "Alte Schmiede", dem Torwächterhaus und der evang. Kirche. Anschließend im Gasthaus zum Lamm Vortrag zur Geschichte Münzesheims von Karl-Heinz Glaser, Ehrungen wegen 25-jähriger Mitgliedschaft, Aussprache.

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Samstag, 11.10.2008

Exkursion nach Massenbachhausen

Rektor i.R. Raible und Bürgermeister Christoph Schulz führten durch den ehemals reichsritterschaftlichen Ort (u. a. neugotische kath. Kirche, die 1905 als dreischiffige Basilika mit sehenswerter Ausstattung aus früheren Epochen errichtet wurde, und Synagoge).

Danach wurde in der  Festhalle die Veranstaltung mit Kultur-, Trachten- und Musikprogramm, gestaltet vom örtlichen Musikverein unter Mitwirkung der Heimatortsgemeinschaft (HOG) Sanktanna fortgesetzt.

Aus Massenbachhausen kam im 18. Jahrhundert die größte Gruppe Auswanderer aus dem Kraichgau nach Sanktanna einer Gemeinde im donauschwäbischen Banat. Sie leisteten dort, im Komitat Arad, das in Rumänien nahe der Grenze zu Ungarn liegt, über viele Generationen hinweg eine wertvolle Aufbauarbeit. Bei ihnen sind noch Kleidung, Mundart, Sprüche, Lieder, Sitten und Bäuche aus dem Kraichgau erhalten, die mindestens 300 Jahre alt sind.

Samstag, 27.09.2008

Exkursion nach Obergimpern (Stadtteil von Bad Rappenau)

Führung durch Rudolf Petzold, Dr. Hans-Heinz Hartmann und Dr. Schmütz u. a. zum herrschaftlichen Rentamt, Hirschhorner Amtshaus, ev. Pfarrkirche, Schloss mit Park im englischen Landschaftsgartenstil. Im Anschluss an die Führung im NZ einer Gastwirtschaft Vortrag von Rudolf Petzold über die beiden die Obergimperner Geschichte bestimmenden Adelshäuser.

Der Ort wird erstmals 1355 in einer Urkunde als Hof zu der oberen Guntbure erwähnt. Aus dem Namensbestandteil Guntbure wurde im Lauf der Zeit schließlich Gimpern.

Vermutlich um 1200 entstand eine 1368 beurkundete Wasserburg im Burggarten, bei deren Bau Materialien der römischen Ruine verwendet wurden.

Als früheste Grundherren sind die Herren von Fürfeld nach­ge­wiesen. Wenig später wechselte der Besitz zu den Herren von Strahlenberg, dann an Pfalzgraf Ruprecht I., der wiederum drei Viertel des Besitzes den Herren von Helmstatt zu Lehen gab, deren Obergimperner Linie dann über 300 Jahre lang dort ansässig war. Das restliche Viertel ging an die Herren von Hirschhorn. Nach deren Aussterben ging deren Anteil an Freiherr Melchior von Wieser, nach dem Aussterben der Helmstätter Seitenlinie deren Anteil an die Freiherren von Yrsch. Diese bauten das Verwaltergebäude der alten Wasserburg 1766 zum heutigen Schloss Obergimpern aus.

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Samstag, 06.09.2008

Exkursion nach Daudenzell, Breitenbronn und Aglasterhausen.
Unser Beiratsmitglied Markus M. Wieland erläuterte die Geschichte und Sehenswürdigkeiten der drei Ortsteile

Die evangelische Kirche in Daudenzell wurde nach dem Jahr 2000 umfassend saniert und stellt das bedeutendste Bauwerk des Ortes dar. In der Turmkapelle haben sich schmuckvolle historische Wand- und Gewölbemalereien aus der Zeit der Gotik erhalten. Zu erkennen ist auch noch die ehemalige, inzwischen aufgelöste Eisenbahntrasse.

In Breitenbronn sind in der Ortsmitte das Rathaus und Schule sowie die Kirche von 1840 zu sehen. Es beherbergte von 150 Jahren auch die private Lehranstalt („Universität“) des Dr. Georg Adam Hillengaß.

In Aglasterhausen befinden sich in der Ortsmitte das Rathaus und die evangelische Kirche mit markantem Doppelschiff von 1806/07. Die Hauptstraße und die Landstraße wurden um 1780 von Kurfürst Carl Theodor neu angelegt. Ein 2006 renovierter Gedenkstein von 1782 erinnert an ihn.

Samstag, 23.08.2008

Exkursion zum Sinsheimer Stift und zum Steinsberg Sinsheim.
Führung durch Dr. Ludwig Hildebrandt und Nikolai Knauer
und Bericht u. a. über ihre neuen Entdeckungen zur Baugeschichte des ehemaligen Klosters. Im Anschluss daran Fahrt mit eigenen PKWs hoch zum Steinsberg. Auch hier führten die beiden Burgenexperten. Danach gemütliches Beisammensein mit Gedankenaustausch in der Burgschenke.

Die erste Erwähnung der Burg Steinsberg fand im 12. Jahrhundert statt. Im frühen Mittelalter hielt sich der Minnesänger Spervogel dort auf und besang sie in seinen Liedern. Im Bauernkrieg wurde die Burg 1525 zerstört, danach aber wieder aufgebaut. Nach einem Brand im 18. Jahrhundert verkam Burg Steinsberg zur Ruine. Seit 1973 ist die Burg in Besitz der Stadt Sinsheim, die seither erhebliche Mittel für die Erhaltung aufbrachte.
Ein weiteres historisches Wahrzeichen ist der Stiftsturm auf dem Michaelsberg, einer Benediktiner-Abtei. Auch das eigentliche Stiftsgebäude und seine Nebengebäude sind sehenswert.

Samstag, 19.07.2008

Exkursion nach Karlsruhe-Durlach.
Durch die ehemalige badische Residenzstadt führte Ingrid Leitz vom Freundeskreis des Pfinzgau-Museums und der Durlacher Geschichte. Unter anderem bestand die Möglichkeit, den Basler-Tor-Turm zu besteigen.

Durlach, eine einstmals eigenständige Stadt, bildet nach der Zwangseingemeindung im Dritten Reich heute den größten Stadtteil von Karlsruhe. Von ihr ging 1715 die Gründung von Karlsruhe als neue Residenz der Markgrafen von Baden-Durlach aus. Durlach selbst war markgräfliche Residenzstadt von 1565 bis 1715.

Samstag, 28.06.2008

Exkursion nach Hüffenhardt.
Unser Beiratsmitglied Markus M. Wieland führte durch den Ort (u. a. Rathaus, Kleindenkmale wie Ruhbank und „Franzosenstein“ am Ortseingang, Fachwerkhäuser).

Im Anschluss daran fand die diesjährige Jahreshauptversammlung statt. Neben dem Kassenbericht des Kassiers Helmut Stickel, dem Bericht der Kassenprüfer, dem Bericht über Mitgliederbewegung und Mitgliederinformationen von Anton Machauer erläuterte der Vorsitzenden Bernd Röcker die allgemeine Entwicklung des Vereins. Außerdem wurde Renate Buurma für Annette Seitz, die in den Beirat gewählt wurde, als neue Schriftführerin gewählt. Marius Golgath wurde in den Beirat kooptiert.

Die heutige Hüffenhardt entstand vermutlich erst im 10. Jahrhundert und wurde erstmals anlässlich einer Schenkung von Gütern des Erchenbert von Röttingen im Jahr 1083 an das Kloster Hirsau erwähnt. Im Hochmittelalter waren die Lehnsherren des unter Oberhoheit des Bistum Worms stehenden Ortes die Herren von Burg Guttenberg, also ab 1417 die Herren von Weinsberg, ab 1449 die Herren von Gemmingen. Die von Gemmingen hatten ab 1497 auch die hohe Gerichtsbarkeit (Blutbann) über den Ort. Um 1525 wurde der Ort durch die Herren von Gemmingen reformiert. Um das Jahr 1600 hatte Hüffenhardt rund 400 Einwohner, doch der nachfolgende Dreißigjährige Krieg dezimierte die Bevölkerung auf sechs Haushalte.

Samstag, 31.05.2008

Exkursion nach Neulingen-Nußbaum im Enzkreis.
Günter Bippes, Vorsitzender des Nußbaumer Heimatvereins, führte durch die evangelische Kirche mit mittelalterlichen Wandmalereien und durch den Ort mit weiteren zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Der Abschluss war im Versammlungsraum des Heimatmuseums.

Nußbaum ist der älteste der drei Ortsteile der Gemeinde Neulingen, die 1974 in Zuge der Gemeindereform aus den drei Orten Bauschlott, Göbrichen und Nußbaum entstand. Als "Nuzboumen" wird es bereits im Jahre 883 im Lorscher Codex genannt; jedoch lassen die Reste einer größeren römischen Villa, die in der Nähe des heutigen Ortes gefunden wurden, auf eine wesentlich weiter zurückreichende Siedlungsgeschichte schließen.

Samstag, 03.05.2008

Exkursion nach Stettfeld.
Die Archäologin Dr. Britta Rabold zeigte und erläuterte die Ausgrabungen im Gewerbegebiet „Sand“ zwischen Stettfeld und Weiher des Landesdenkmalamtes. Anschließend Führung durch die Kirche unter Leitung von Mitglieder des Heimatvereins Ubstadt-Weiher und im Römermuseum durch Michael Schimmelpfennig vom Verein Römermuseum.

Dass das römische Stettfeld mit seiner Lage an der Kreuzung der römischen Fernverbindungen Basel – Mainz und Augsburg – Speyer eine gewisse Bedeutung hatte, ist hinreichend bekannt. Dass diese Bedeutung eventuell größer war, als bislang gedacht, wird immer wahrscheinlicher. Das zeigen auch die aktuellen Grabungen in den Gewannen „Wachsäcker“ und „Großer Sand“ zwischen Stetfeld und Weiher. Dort waren bereits 1982 und 1992 Teile eines Töpferei- und Ziegeleibetriebes untersucht worden. Durch die im vergangenen Jahr begonnenen Notgrabungen, die jetzt im April fortgesetzt werden, lässt sich das tatsächliche Ausmaß dieses Betriebes nun auf mindestens 5 ha Größe schätzen. Die archäologischen Zeugnisse der römischen Vergangenheit deuten darauf hin, dass Stettfeld „nicht nur ein Straßenknotenpunkt war. Hier muss etwas ganz Besonderes gewesen sein.“

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Samstag, 12.04.2008

Exkursion zum Stift Odenheim und Greifenberg.
Zunächst führte die Fahrt zur Motte (mittelalterlicher Burghügel) auf dem Greifenberg / Wigoldesberg. Dort vermittelten Dr. Ludwig Hildebrandt und Nikolai Knauer die neuesten Ergebnisse ihrer Forschungen.

Nach Rückkehr zum Stifterhof. erläuterte Kurt Fay an Hand der wenigen Überreste die Geschichte und Aussehen des ehemaligen Klosters Odenheim.

Direkt neben der Hauptstraße Odenheim-Eichelberg steht ein noch vollständig erhaltener Rundturm dessen wehrhafter Charakter an den Schießscharten noch zu erkennen ist. Daneben eine erläuternde Hinweistafel zur Geschichte des ehemaligen Stiftes Odenheim. Im Jahre 1122 soll das Stift Odenheim gegründet worden sein, 1123 wird dieses Stift in Verbindung mit dem Erzbischof Bruno von Trier, einem geborenen Grafen von Lauffen erwähnt. Die Anlage wurde im Bauernkrieg 1525 zerstört. Im Jahre 1670 wurden die Kirche und die Gebäude wieder aufgebaut. Nach der Auflösung der Kurpfalz im Jahre 1803 fiel der Besitz der Kirche an das Land Baden. Die Kirche und die Prälatenkapelle wurden danach abgerissen und der heutige Gutshof entstand.

Samstag, 29.03.2008

Exkursion nach Bad Schönborn-Mingolsheim.
Autoren der Bad Schönborner Ortschronik führten durch den Ort (u. a. Kirche - mit Orgelvorspiel), die Ausstellung im Kurgarten und zum Thermarium. Im Haus des Gastes gaben Kurzreferate u. a. zur Schlacht bei Mingolsheim 1622 und den Kämpfen bei Langenbrücken und Mingolsheim im Pfälzischen Erbfolgekrieg Einblicke in die wechselvolle Geschichte des Ortsteils.

Mingolsheim wurde erstmals 773 im Lorscher Codex erwähnt. 1353 geriet es unter die Herrschaft des Bischofs von Speyer (Gerhard von Ehrenberg). 1622 fand hier im Dreißigjährigen Krieg die Schlacht am Ohrenberg zwischen Graf Mansfeld und Tilly statt. Bereits 1825 war man bei der Suche nach Trinkwasser mit der ersten Bohrung in 30 Meter Tiefe auf eine Schwefelquelle gestoßen. 1835 bis 1846 wurde die erste Kuranstalt in Betrieb genommen, welche sich aber nicht weiter halten konnte. Erst 1928 wurde nach Erweiterung und Erbohrung einer zweiten Quelle das „Schwefelbad Mingolsheim“ in Betrieb genommen (heute St. Rochus Klinik). Die im Mai 1970 in 645 Meter Tiefe gefundene Thermal-Sole wurde als Lambertusquelle gefasst und 1975 mit dem neu errichteten Thermal-Sole-Bewegungsbad als Thermarium seiner Bestimmung übergeben.

Samstag, 01.03.2008

Exkursion nach Sinsheim-Weiler und zum Steinsberg. Dr. Ludwig Hildebrandt und Nicolai Knauer führten durch das Burgareal.

Die erste Erwähnung von Ort und Burg fand im 12. Jahrhundert statt. Der Ort ist ein Burgweiler, der sich in schützender Nähe zur Burg entwickelt hat. Im frühen Mittelalter hielt sich der Minnesänger Spervogel in der Burg auf und besang sie in seinen Liedern. Im Bauernkrieg wurde die Burg 1525 zerstört, danach aber wieder aufgebaut. Nach einem Brand im 18. Jahrhundert verkam Burg Steinsberg zur Ruine. Seit 1973 ist die Burg in Besitz der Stadt Sinsheim, die seither erhebliche Mittel für die Erhaltung aufbrachte.

Samstag, 12.01.2008

Exkursion nach Heilbronn. Besuch der Sonderausstellung „Tatort Talheim. 7000 Jahre später – Gerichtsmediziner ermitteln“.

Vor rund 30 Jahren wurde durch Zufall in einem Garten in Talheim bei Heilbronn ein Massengrab entdeckt. Die Auswertung dieses spektakulären Fundes wird noch bis zum 27. Jan. 2008 präsentiert. Es führte die Direktorin des Archäologie-Museums, unter deren Leitung die Ausstellung aufgebaut wurde, Frau Dr. Christina Jakob.

Rückblick auf die Veranstaltungen 2007

Samstag, 17.11.2007

„Auf den Spuren des berühmten badischen Baumeisters Friedrich Weinbrenner“ führte Anton Machauer bei einer Exkursion zu zwei Landkirchen im Weinbrennerstil in Kleinsteinbach und Wössingen.
Friedrich Weinbrenner ist einer der großen deutschen Architekten. Neben Leo von Klenze und Karl Friedrich Schinkel ist er der namhafteste Vertreter des klassizistischen Baustils in Deutschland. Noch heute prägen seine Bauten das Bild der Stadt Karlsruhe, vornehmlich um den Marktplatz.

Der Kirchenbau als Träger der klassizistischen Formensprache schlechthin, war es, der den Stil Weinbrenners über das gesamte Großherzogtum Baden verbreitete, auch in den ländlichen Gegenden. Er wurde zum reichhaltigen Betätigungsfeld auch für die Schüler Weinbrenners. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden auf diese Weise ungefähr 100 Kirchen im Großherzogtum, entsprechend der finanziellen Möglichkeiten der bauenden Gemeinden, eine nicht unbedeutende Anzahl auch im Kraichgau.

Samstag, 04.11.2007

Exkursion zu Zeugen der jüdischen Vergangenheit

in Obergrombach.
Dietmar Konanz führte u. a. zu der ehemaligen Synagoge (=Schlosskapelle), der zweiten Synagoge im Städtchen und zu dem im 30-jährigen Krieg angelegten Judenfriedhof.

In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zum Hochstift Speyer gehörenden Obergrombach bestand eine kleine jüdische Gemeinde bis 1888. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17. Jahrhunderts zurück. Erstmals wird 1646 ein jüdischer Einwohner am Ort genannt.

Zunächst war ein Betsaal in einem jüdischen Privathaus neben der Kirche vorhanden. 1790 wurde eine erste Synagoge mit einem rituellen Bad erbaut. Das Gebäude ist als Wohnhaus erhalten.

1846 ersteigerte Nathan Drach für die jüdische Gemeinde die auf Abriss angebotene ehemalige katholische Pfarrkirche St. Martin. Man verzichtete auf den Abriss und baute die aus dem 14. Jahrhundert stammende Kapelle zu einer Synagoge um wobei der Chor der Kapelle abgebrochen wurde.

Nach Auflösung der jüdischen Gemeinde 1888 kam die Kapelle mit der schon seit 1885 erworbenen Burg und Schlossanlage Obergrombach in den Besitz der Familie von Bohlen und Halbach.

An der Gemarkungsgrenze Bruchsal/Obergrombach liegt der 1637 angelegte jüdische Friedhof am Waldrand des Eichelberges, der zahlreichen jüdischen Gemeinden aus der Umgebung als Begräbnisplatz diente, bis an einigen dieser Orte eigene Friedhöfe angelegt wurden.

Samstag, 13.10.2007

Exkursion nach Zeutern.
Mitglieder des örtlichen Heimatvereins führten durch die hochstiftspeyerische Minderstadt (u. a. Stadtmauerreste, Friedhofskirche mit Ölberg, saniertes Firstständerhaus aus dem 15. Jahrhundert).

1409 wurde mit dem Bau des bis heute erhaltenen gotischen Turmes der alten St. Martinskirche begonnen. Im alten Chorraum zeigen kostbare Fresken in eindringlicher Darstellung Szenen aus der heiligen Schrift. Neben der Kirche, beim Durchgang zum Friedhof, befindet sich ein Ölberg aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Er zeigt in großer plastischer Ausdruckskraft und volksnah dargestellt die Gefangennahme Jesu vor der erdachten Stadtkulisse Jerusalems.

Das Firstständerhaus Zeutern gehört mit dem in Untergrombach zu den ältesten erhaltenen  Firstständerhäusern in Nordbaden. Das zweigeschossige Fachwerkgebäude stammt im Kern aus der Zeit um 1458. Es handelt sich um eine Firstständerkonstruktion, in der durch alle Geschosse durchgängig ein Fachwerkständer bis in den Dachfirst reicht.

Samstag, 29.09.2007

Exkursion nach Bad Wimpfen.
„Von der Stauferpfalz und freien Reichsstadt zur hessischen Exklave“ war das Thema dieser Exkursion des Heimatvereins Kraichgau e.V.

Führung unter Leitung Günter Haberhauer, Vorsitzender des Vereins „Alt Wimpfen“.

Das Thema greift die Bedeutung des heutigen Stadt-Wappens mit dem rotbewehrten schwarzen Reichsadler, der waagerecht im Schnabel einen silbernen Schlüssel hält, auf. Der Adler war ursprünglich das Zeichen der Wimpfener Abhängigkeit vom Reich zu Stauferzeiten (mittelalterliche Stauferpfalz), ab dem 14. Jahrhundert dann das Symbol der Reichsstadt. Der Schlüssel ist das Attribut des heiligen Petrus und als solcher die Wappenfigur des Bistums Worms. Er erinnert daran, dass die Staufer Wimpfen auf Wormser Grund erbaut hatten. Von 1803 bis 1945 war es eine hessische Exklave.

Samstag, 01.09.2007

Exkursion nach Sinsheim.
Holger und Christine Friedrich haben Sinsheims überregionale Bedeutung als  Sitz der Kraichgaugrafen und des Benediktinerklosters bzw. Stifts sowie als Zentrum der 1848er Revolution an Hand der erhaltenen Baudenkmäler nacherleben lassen.

Während der Märzrevolution 1848 kam es in Sinsheim zu Aufständen demokratischer Bürger und Handwerker. Die Revolutionäre herrschten ab April 1848 im Sinsheimer Rathaus und riefen dort die demokratische Republik aus. 250 bewaffneten Freischärlern zogen nach Heidelberg, um dort dem Revolutionär Friedrich Hecker beizustehen.

Der Stiftsturm auf dem Michaelsberg ist Teil einer Benediktiner-Abtei, die ab 1100 entstand. Auch das eigentliche Stiftsgebäude und seine Nebengebäude sind sehenswert. Das alte Spital wurde 1803 am Fuße des Stiftes errichtet und von 1857 bis 1896 als Spital genutzt. Die Betreuung lag in Händen des Amtsarztes und einer Wärterin. Auch Dienstboten und durchreisende Handwerksburschen wurden hier für ein paar Nächte eine Unterkunft gewährt. 1985–1988 wurde dieses Gebäude zu einem Wohnhaus umgebaut.

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Samstag, 28.07.2007

Exkursion nach Bruchsal.
Thomas Adam führte durch die fürstbischöfliche Residenz (u. a. Schloss, Schlossgarten, Schlosskirche, Belvedere, Peterskirche, alte Burg).

Die aus über 50 Gebäuden bestehende Gesamtanlage des Bruchsaler Schlosses wurde unter Franz Christoph von Hutten fertig gestellt und diente vier Kurfürsten als Regierungssitz. 1750 wurde das Reservegebäude (heute Teil des Schönborn-Gymnasiums) für die Wasserversorgung des Schlosses errichtet, während das nahe gelegene Belvedere 1756 als Schießhaus genutzt wurde. Die heutige Peterskirche – ein Werk des berühmten Baumeisters Balthasar Neumann – sollte als Pfarrkirche und Grablege der Fürstbischöfe dienen. Am Ende der Führung steht der 38 Meter hohe Bergfried als letzter Rest des früheren „Alten Schlosses“.

18.06. bis 13.07.2007

Ausstellung in Eppingen in der Kreissparkasse Heilbronn – Filiale Eppingen

„Experimentelle Archäologie  -  Jungsteinzeit vergegenwärtigen“

Die Ausstellung gab einen Einblick in die Arbeitsweise der Experimentellen Archäologie, die versucht, die Techniken und Lebensweisen der jung­stein­zeitlichen mit Nachbauten von Funden im Experiment nachzuvollziehen und Vorgänge im Herstellungsprozess vor- und frühgeschichtlicher Gerätschaften sowie Handlungsabläufe begreifbar zu machen. Jungsteinzeitliche Original­fundgegenstände aus dem Kraichgau ergänzten die Ausstellung.

Samstag, 30.06.2007

Exkursion zu den stauferzeitlichen
Burgen Guttenberg a. N. und Fürfeld.
 Burgenforscher Nicolai Knauer erläuterte die Geschichte der 1296 erstmals urkundlich erwähnten Burg.

Als einzige unzerstörte Burg am Neckar, als Deutsche Greifvogelwarte und Museumsburg, als „Herberge der Gerechtigkeit“ und als Stammsitz der freiherrlichen Familie von Gemmingen-Guttenberg seit 450 Jahren zeigt sich Burg Guttenberg über Neckarmühlbach als Apotheose der Burgenherrlichkeit und Inbegriff der Ausflugsziele am Neckar und Kraichgau, als dessen „Grenzfeste“ gegen das Neckarbergland es zusammen mit der Kaiserpfalz Wimpfen und der Burg Ehrenberg gelten mag. So beschreibt Hartmut Riehl in „Burgen und Schlössen im Kraichgau“ die Burg Guttenberg, die erstes Ziel der Exkursion zu den stauferzeitlichen Burgen Guttenberg a. N. und Fürfeld des Heimatvereins Kraichgau e.V. war.

Schloss Fürfeld, das nächste Ziel, ist einer der interessantesten Adelssitze im „Gemmingenschen Kraichgau“ rund um Bad Rappenaus. Es besitzt Bauelemente aus vier Stilepochen: Romanik, Gotik, Renaissance und Barock.

Im Anschluss wurde Band 7 der „kleinen Reihe“ mit dem Titel „Ein römisches Landgut im Kraichgau“ von Hans-Heinz Hartmann vorgestellt.

Samstag, 09.06.2007

Exkursion nach Lobenfeld.
Doris Ebert führte mit Friedrich Krämer und Anton Machauer durch die stauferzeitliche Klosterkirche, einem Bindeglied zwischen der Romanik links des Rheins und der Romanik rechts des Neckars, mit ihren wertvollen mittelalterlichen Wandmalereien sowie durch das Klosterareal mit dem neu zu gestalteten Klostergarten.

Samstag, 12.05.2007

Exkursion nach Bretten.
Führung durch die kurpfälzische Oberamtstadt, der auch Eppingen bis 1803 zugeordnet war.

22.04. bis 13.05.2007

Wenn Sie sich für eine Ausleihe dieser Wanderausstellung interessieren wenden Sie sich an uns.

Ausstellung in Eppingen, Alte Universität:

„Wohnbauten und Wehranlagen - mittelalterliche Burgen im Kraichgau“

Auf der Basis des neuesten Forschungsstandes werden die mittelalterliche Burgenlandschaft des Kraichgaus aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Erkenntnisse aus Urkunden, Bauforschung und Archäologie werden dem Besucher anschaulich und verständlich in Wort, Bild, Modell und Exponat präsentiert.

Aktionsmodelle und Repliken zum Anfassen erleichtern den Zugang zum Thema und machen es „begreifbarer“.

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Samstag, 28.04.2007

Exkursion nach Eppingen
Führung unter Leitung von Bernd Röcker zu den Fachwerkhäusern aus fünf Jahrhunderten, dem Altstädter Kirchenareal (mit der spätgotischen katholischen Stadtkirche mit ihren wertvollen Waldmalereien) und der alten Synagoge bot Gelegenheit Eppingen und seine Geschichte kennen zu lernen.

Dr. Ludwig Hildebrand führte in der „Alten Universität“ durch die Ausstellung „Wohnbauten und Wehranlagen - mittelalterliche Burgen im Kraichgau“, in der auf der Basis des neuesten Forschungsstandes die mittelalterliche Burgenlandschaft des Kraichgaus aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wird.

Im Gasthaus „Berliner Eck“ fand anschließend die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen statt und gab Gelegenheit sich über den Verein und seine Aktivitäten zu informieren.

Mit rund 120 freigelegten Fachwerkhäusern aus verschiedenen Epochen besitzt Eppingen in seiner Altstadt einen Reichtum an diesem Haustyp, wie wir ihn sonst nirgends zwischen Rhein und Neckar, Schwarzwald und Odenwald finden. Fachwerkensemble in den Straßen der Altstadt lassen den Besucher mittelalterliche Reichsstadtromantik erahnen und die Entwicklung im Fachwerkbau nachvollziehen.

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15.03. bis 5.04.2007

Ausstellung in der Kundenhalle der Kreissparkasse Heilbronn in ihrer Filiale in Eppingen, Bahnhofstr. 5
„Fachwerk im Kraichgau – Hausformen einer Landschaft“.

Gezeigt und umfassend dokumentiert wurden mit Fotos und Zeichnungen von Prof. Dr. Ing. Erwin Huxhold, des wohl besten Kenners der Fachwerkarchitektur unserer Region, die Fachwerkhäuser aus dem Kraichgau. Der zeitliche Bogen spannt sich von Fachwerkbauten des späten Mittelalters bis zu solchen des Barock.

Deutlich wurde dabei, dass jede Region – und natürlich auch der Kraichgau – im Laufe der Geschichte ihren eigenen Baustil entwickelte. Die vor Ort vorhandenen natürlichen Ressourcen, aber auch wirtschaftliche, politische und geistige Einflüsse waren für die jeweilige regionale Bausweise prägend.

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Samstag, 31.03.2007

Exkursion nach Waibstadt.
Einführender Diavortrag über Waibstadt im katholischen Gemeindehaus von Walter Schröpfer. Im Anschluss daran fand eine Führung durch die stauferzeitliche Reichsstadt statt, die kirchlich als Sitz eines Dekanats zum Bistum Worms, politisch jedoch zum Hochstift Speyer gehörte. Die erste urkundliche Erwähnung von Waibstadt entstammt dem Jahre 795, es gibt allerdings Indizien dafür, dass es an derselben Stelle bereits in der römischen Zeit eine Siedlung gab. In der fränkischen Zeit wurde Waibstadt befestigt und hat die Rechte einer Freien Reichsstadt verliehen bekommen. Diese Privilegien wurden im Jahre 1347 vom Kaiser Ludwig IV. bestätigt. Die meiste Zeit seiner Geschichte war Waibstadt verpfändet, zunächst bis 1339 an das Hochstift Speyer, dann lange Zeit an die Kurpfalz. Ab dem 17. Jahrhundert lag das Pfand wieder bei Speyer. Obwohl Waibstadt sich wiederholt bemühte wieder reichsunmittelbar zu werden, gelang dies nicht. Zum Teil im 17. Jahrhundert und endgültig im 19. Jahrhundert wurden die Stadtbefestigungen abgetragen. 1803 gelangte Waibstadt zu Baden.

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Samstag, 03.03.2007

Exkursion nach Wiesloch.
Dr. Ludwig Hildebrandt führte durch das mittelalterliche Wiesloch (u.a. evang. und kath. Kirche, Freihof, Stadtmauer, Schloss).

Der Freihof, das älteste Gebäude Wieslochs, hat den Dreißigjährigen Krieg und beide Weltkriege überlebt. Von der ehemaligen Stadtmauer sind der Dörndl, der Sauermillichhaffe und der Runde Eckturm erhalten. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Kernstadt sind das alte Rathaus, die Evangelische Stadtkirche mit Fundament- und Mauerresten aus dem 11. Jahrhundert, die Sankt Laurentius-Kirche (Wiesloch) und der jüdische Friedhof.

Rückblick auf die Veranstaltungen 2006

Samstag: 11.11.2006

Exkursion nach Michelfeld.
Führung durch den Ort durch Bürgermeister Fritz Brandt. Es bestand u. a. die Möglichkeit das im Privatbesitz befindliche historische Jägerhaus zu besichtigen. Im Anschluss daran im Bürgersaal des Eichtersheimer Schlosses berichtete Dr. Arnold Scheuerbrand in einem Diavortrag über die reichsritterschaftlichen Dörfer. Bernd Röcker referierte in zwei Kurzvorträgen über den „Michelfelder Teppich“ und über „Uriel von Gemmingen“ (1468-1514; Erzbischof von Mainz und Erzkanzler des Deutschen Reichs).

Michelfeld bildet mit Eichtersheim seit der Gemeindereform im Jahre 1972 die Gemeinde Angelbachtal. Im Jahre 831 wird das Dorf Michelfeld zum ersten Mal in den Urkunden des Lorscher Codex erwähnt. Alte Ortsbeschreibungen weisen darauf hin, dass dieses Dorf von alters her einen eigenen Adel auf seiner Gemarkung wohnen hatte. Den größten Teil der Michelfelder Gemarkung aber verwaltete die Familie von Gemmingen als Katzen­ellenbogisches Lehen, das heißt, als Lehen der Landgrafen von Hessen. Wahrscheinlich bestand in Michelfeld eine Wasserburg, die während des 30-jährigen Krieges, vermutlich in den Jahren 1634 und 1635 durch Brand zerstört wurde. Das heute noch erhaltene und in Privathand befindliche Schloss wurde durch die Herren von Gemmingen-Hornberg im Jahre 1753 erbaut. Die Kirche von Michelfeld ist ein Bau aus den Jahren 1767/68. Das hessische Wappen am Eingangsportal zeigt die Jahreszahl 1767, während das Wappen der Freiherren von Gemmingen am Glockenturm aus dem Jahr 1768 stammt.

Samstag, 28.10.2006

Exkursion nach Ubstadt.
Nach einer Begrüßung und einem kleinen Empfang durch die Gemeinde und dem Heimatverein im Rathaus erfolgte eine Führung in der Kirche St. Andreas durch Mitglieder des dortigen Heimatvereins. Nach einer Fahrt (mit privaten Pkw’s) zum Gedenkstein Kallenberger Weg hielt  Dr. Greiselis einen Vortrag über das Gefecht bei Ubstadt 1849. Nach der Rückfahrt zum Gebäude des Fußballvereins referierte Herr Simon im Nebenzimmer ein Lichtbildervortrag über das Thema „Erdöl bei Weiher und Forst“.

Informiert wurde dann auch in einer Literaturschau über neue Literatur über den Kraichgau. Mitglieder hatten hier die Möglichkeit, auch ihre Neuerscheinungen vorzustellen.

Samstag, 14.10.2006

Exkursion nach Bretten-Neibsheim.
Führung durch den Ort (OV Widmann, Heinz E. Walter). Danach in der Talbachhalle: Kraichgau und Sanktanna – gemeinsam gestaltetes Kulturprogramm mit Vortrag über Auswanderung aus Neibsheim und Umgebung in den Banat; Vortrag über Neibsheimer Brauchtum und Anekdoten; u. a m..
Bekanntlich siedelten im 18. Jahrhundert viele Kraichgauer aus den katholischen Ortschaften in die von den Österreichern von den Türken zurückeroberten Gebiete, so u. a. in Sanktanna (seit 1919 in Rumänien). Vor und nach 1990 kamen viele der Nachkommen dieser Auswanderer nach Deutschland zurück, ein kleiner Teil davon  in den Kraichgau. Bei diesen Rückwanderern bestand großes Interesse, eine Verbindung mit dem Heimatverein Kraichgau zu knüpfen.

Die beiden ersten gemeinsamen Treffen fanden in Eppingen 2004 und 2005 statt.

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Samstag, 23.09.2006

Exkursion zum Michaelsberg bei Untergrombach.
Führung: Dietmar Konanz. Besichtigung der Wallfahrtskirche, jungsteinzeitliche Michaelsberger Kultur, Natur-schutzgebiet Michaelsberg, Rheingraben u. a. m..

Samstag, 22.07.2006

Exkursion nach Handschuhsheim.
Führung zu u. a. Tiefburg, St. Vituskirche und Schlössel mit Dr. Peter Sinn und Eugen Holl. Anschließend in benachbarter Gaststätte: Kurzreferate und Gedankenaustausch.

Samstag, 24.06.2006

Exkursion nach Heinsheim a.N.
Führung zu Burg, Schloss, Synagoge mit Hochzeitsstein und Dorf mit Nikolai Knauer. Im Anschluss daran Vorstellung neuer heimatkundlicher Literatur.

Heinsheim, heute ein Stadtteil von Bad Rappenau, wird erstmalige urkundlich im Schenkungs- und Übergabevertrag vom 21.2.965 erwähnt. Damals fiel der Besitz in Heinsheim in das bleibende Eigentum des Hochstifts Worms zurück. Dieser Vorgang blieb bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts bestimmend für die Geschichte des Dorfes, denn die Ritter von Ehrenberg waren Lehensträger des Bistums Worms. Wie die meisten ritterschaftlichen Orte hat Heinsheim als einheitliche Gemeinde erst im Jahre 1806 erlangt, vorher war sie Jahrhunderte hindurch 2. bzw. 3 Ortsherrschaften untertan.

Nördlich von Heinsheim liegt die Burg Ehrenberg aus dem zwölften Jahrhundert auf einem Bergsporn über dem Neckar. Weithin sichtbar ist der alte Bergfried.

Ein mit alten Bäumen bestückter Park umgeben von Mauern bietet den Rahmen für das 1730 erbaute Barockschloss, das seit 275 Jahren in Privatbesitz der Familie von Racknitz ist.

Samstag, 27.05.2006

Exkursion nach Wiesenbach (mit Mitgliederver­sammlung).

Kurzvortrag von Dr. Günther Wüst zu Wiesenbach und der Propstei Ellwangen. Führung durch den Ort und das Museum unter Leitung von Jürgen Kahlefeld. Anschließend Jahresmitgliederversammlung (ohne Wahlen).

Wiesenbach liegt auf geschichtsträchtigem Boden. In der Nachbargemeinde Mauer befindet sich die Fundstelle des berühmten "homo heidelbergensis". Auch die Römer waren hier schon ansässig. Im Jahre 1969 fand man zwei römische Gutshöfe, etwa um die Mitte des 2. Jahrhun­derts entstanden; unweit der römischen Heerstraße, die von Heidelberg-Neuenheim über Wiesenbach nach Aglasterhausen führte. Unter dem "Schloßberg" und auch südöstlich des Wiesenbachs, über dem steil zum Biddersbach abfallenden Hang des "Kühbergs" bei den Gewannen "Burgstadel" und "Altes Schloß", erhob sich einst eine der Burgen der Grafen von Lauffen. Um das Jahr 1140 überließen die Lauffener Grafen ihren Wiesenbacher Besitz der Benediktinerabtei Ellwangen. Schon bald nach der Lauffener Schenkung an die Abtei Ellwangen entstand in Wiesenbach ein Kloster. Das "verschüttete" Kloster wurde in Teilen beim Kirchenbau 1977 entdeckt, freigelegt, dokumentiert und dargestellt.

Samstag, 06.05.2006

Exkursion nach Weingarten. Robert Hill führte durch das ehemalige kurpfälzische Grenzstädtchen mit seinen Fachwerkhäusern, Zentkeller und kath. Kirche u. a. mit einer Immakulata von Joachim Günther.

 

Die über 1000 Jahre alte Weinbaugemeinde Weingarten wurde von Weißenburgern Mönchen gegründet. Bis in das 13. Jahrhundert war Weingarten im Besitz der Herren von Schmalenstein, einem alten Rittergeschlecht, an dessen früheres Wasserschloss heute noch Reste der Burgruine erinnern. Nach einem anderen Rittergeschlecht, den Herren von Weingarten, wurde Weingarten Eigentum der Pfalzgrafen bei Rhein, einer Linie des Hauses Wittelsbach; seit 1349 stand es unter kurpfälzischer Verwaltung. Das Oberamt in Bretten war für die Belange der Gemeinde zuständig, und dies erklärt auch, weshalb es bei den Beziehungen zwischen der badischen Markgrafschaft Baden-Durlach und dem kurpfälzischen Weingarten immer wieder zu Konflikten kam.

Samstag, 08.04.2006

Exkursion nach Bretten.

Führung durch den salierzeitlichen Burgstall (Nikolai Knauer, Marco Keller).

 

Südöstlich von Bretten wurden ab 1933 im "Burgwäldle" Grundmauern einer Burg auf steiler Höhe über der Bahnlinie, hinter der Ölmühle, ausgegraben. Graben und Wall sind noch zu erkennen; einige Mauerreste sind noch vorhanden. Die Burg war möglicherweise Sitz der Gaugrafen im Kraichgau. Diese wurden von den fränkischen Königen in Ostfranken - wozu auch der Kraichgau gehörte - eingesetzt. Nach 1100 zerfielen die alten Grafschaften. Wer von den Grafen im Kraichgau auf der Burg wohnte, ist nicht bekannt. Die Grafen von Lauffen saßen beim Erlöschen ihres Geschlechtes 1219 auf der Burg. Mitte des 14. Jahrhunderts war die Burg zerstört.

Samstag, 18.03.2006

Exkursion nach Hilsbach

Führung durch das ehemals kurpfälzische Amtsstädtchen (Dieter Müller). Im Anschluss daran Gedankenaustausch im Nebenzimmer des Hotels „Zehntscheune“.

 

Im Lorscher Codex bereits im frühen Mittelalter als "Hillersbach" erwähnt, zunächst im Besitz der Grafen von Öttingen, wurde Hilsbach samt Burg Steinsberg anlässlich eines Familienstreites dem Kurfürsten von der Pfalz übergeben. Ursprünglich im Tal gelegen, verlegte man den Ort nach der Erhebung zur Stadt um 1310 auf den Berg und umgab ihn mit einer bis zu zwanzig Meter hohen Festungsmauer. Die Pfarrkirche, um 1300 gebaut, ist dem heiligen Michael geweiht. In den Mauern der alten Stadt besaßen neben der Pfalzgrafschaft die Reichsritter von Remchingen, Gemmingen und Venningen Steinhäuser und Grundstücke. Von den Deutschordensrittern kündet das am alten Schulhaus eingemauerte Prachtwappen, das im Klostergarten gefunden wurde. Kurfürst Ludwig V. veranlasste 1521 den Bau einer Kelterei. Als Amtsstadt besaß Hilsbach schon im 19. Jahrhundert Bedeutung durch den Sitz eines fürstlichen Justizamtes.

Samstag, 28.01.2006

Exkursion nach Karlsruhe

Führung mit Helene Seifert durch die Große Landes­aus­stellung Baden-Württemberg "Imperium Romanum - Römer, Christen, Alamannen - Die Spätantike am Oberrhein" im Landesmuseum.

 

Die Ausstellung ist der Umbruchszeit von der Mitte des 3. bis ins 5. Jh. n. Chr. in den nordwestlichen Provinzen des Römischen Reichs gewidmet und lässt die spannungsreiche Epoche zwischen Antike und Mittelalter lebendig werden, die geprägt war von kämpferischen Auseinandersetzungen zwischen Römern und  Alamannen, von der Völkerwanderung und vom Aufkommen des Christentums

Samstag, 07.01.2006

 

Exkursion nach Heilbronn.

Führung durch die Ausstellung "Adolf Cluss – Re­vo­lu­tionär und Architekt" sowie den historischen Stationen­weg.

Die Ausstellungen im Stadtarchiv und im Adolf-Cluss-Kubus werden durch einen Historischen Stationen­weg verbunden, der vom Geburtshaus von Adolf Cluss in der Klostergasse hinausführt in die „weite Welt“ und mit der Ausstellung über den „roten“ Architekten in Washington endet. Dieser Weg steht gleichzeitig für die Geschichte der Stadt Heilbronn, die ihre mittelalterlichen Mauern überwindet und ihren Weg in die Moderne findet.

Samstag, 07.01.2006

In der Evangelische Kirche in Schwaigern-Niederhofen

Vortrag von Dipl.-Ing. (FH) Götz Echtenacher über „Beobachtungen zur Baugeschichte der Cyriakuskirche in Niederhofen“.

Die Untersuchung von wieder verwendeten Balken in dem 1772 erbauten, bis heute nahezu unverändert erhaltenen Dachwerk über dem Kirchenschiff erbrachte Ergebnisse, die die Baugeschichte der Kirche in ein völlig neues Licht rücken.

Ausgehend von den Briefen, die Pfarrer Glanz 1768 bis 1774 an den Herzoglichen Oberkirchenrat schrieb, werden die damaligen Baumaßnahmen skizziert. Durch diese Erkenntnisse, ergänzt durch eigens erstellte Pläne und zahlreiche Beobachtungen zu Baudetails und Wandmalereien, werden auch konkretere Aussagen zur älteren Baugeschichte möglich.

Rückblick auf die Veranstaltungen 2005

Samstag, 12.11.2005

Exkursion nach Mauer.
Kurzführung durch den Ort und Führung durch die Samm­lung im Heid’schen Haus durch BM a. D. und Vorsitzenden des Vereins Homo Heidelbergensis Erich Mick.

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Samstag, 22.10.2005

Exkursion nach Horrenberg (Ortsteil von Dielheim).
Führung durch den Ort (Harald Gomille).
Horrenberg liegt an der schon zur Römerzeit benutzten Straßenverbindung von Speyer über Wimpfen nach Nürnberg. Bis ins späte Mittelalter zählte der 1433 als Reichsstraße bezeichnete Verkehrsweg zu den wichtigsten Straßen Deutschlands.

Im Anschluss an die Führung Jahreshauptversammlung 2005 (ohne Wahlen).

Samstag, 08.10.2005

Exkursion nach Sulzfeld.
Auf der Ravensburg Führung unter Leitung von Nikolai Knauer durch die Burganlage, die urkundlich bereits im 13. Jahrhundert erwähnt wird und die Stammburg der Göler von Ravensburg ist. Die Burg überstand die Kriege der Vergangenheit weitgehend unbeschadet.
Anschließend Fahrt zur Ev. Kirche und Führung zu den Epitaphien der Kirchenpatronatsherren der Göler von Ravensburg durch den Kunsthistoriker Kurt Moser.

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Samstag, 17.09.2005

Exkursion nach Helmstadt.
Marco Keller erläuterte beim Hofgut am Wasserschloss die Geschichte des Wasserschlosses und führte durch den Ort; anschließend Vortrag im „Adler“.
Die Exkursion nach Flinsbach wurde wegen des schlechten Wetters auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Samstag, 16.07.2005

Exkursion nach Edingen-Neckarhausen.
Führung durch die Sonderausstellung "Die Grafen von Oberndorff - Adelige Lebenswelten und Karrieren zwischen Oberpfalz und Oberrhein" im Schloss Neckar­hausen unter Leitung von Dr. Ralf Fetzer.

Im gräflichen Schloss in Neckarhausen sind bisher noch nie ausgestellte Exponate, Gemälde, kunsthand­werk­liche Objekte, Archivalien und Fotos zu sehen, die ein­malige Einblicke in die bewegte Vergangenheit dieser faszinierenden Familie geben, die nachhaltig die Ent­wicklung einer ganzen Region prägte und die Einfluss auf die europäische Entwicklung nahm.

Auch für die Kraichgauer ist die Sonderausstellung von Interesse, denn Franz Albert Freiherr von Oberndorff, der bedeutendste Spross der ehemals oberpfälzischen Adelsfamilie, war ab 1778 Statthalter des Kurfürsten Karl Theodor in der Kurpfalz, als dieser auch die Herr­schaft in Bayern übernahm und von Mannheim nach München übersiedelte. Er verwaltete daher auch die pfälzischen Gemeinden im Kraichgau bis zu seinem Tod 1799.

Samstag, 02.07.2005

Exkursion zur Burg Neipperg und Schwaigern;
Führung durch Burganlage Neipperg bei Brackenheim unter der Leitung von Götz Echtenacher. Anschließend Führung in Schwaigern um die evang. Stadtkirche und im Außenbereich des Schlosses ebenfalls durch Götz Echtenacher.

Die staufische Burg Neipperg mit ihren zwei Bergfrieden, einst Stammsitz der Grafen von Neipperg, prägt das Dorfbild. Es handelt sich um zwei unmittelbar beieinander liegende und auch zusammengehörige, jedoch baulich völlig getrennte Burgen mit zwei gewaltigen Türmen: Die untere und die obere Burg. Einer der Bergfriede wurde als Donjon, d.h. als Wohnturm, benutzt und besitzt noch Räume aus dem 12. Jahrhundert.

Der Stadtkern von Schwaigern wird beherrscht von der evang. Stadtkirche, deren älteste Teile aus dem 13. Jahrhundert stammen. Sehenswert auch der Barbara-Altar von Jörg Ratgeb. Neben der Kirche das Rokoko-Schloß von 1702. Das Jugendstilrathaus von 1906, die einstige Kelter, ein renovierter Fachwerkbau von 1659, der Hexenturm und ein erhaltener Abschnitt der Stadtmauer machen einen Besuch lohnenswert.

Samstag, 04.06.2005

Exkursion nach Bad Schönborn-Langenbrücken;

Führung durch das Donauschwäbisches Heimatmuseum (Paratuscher Sammlung) am Bahnhof unter Leitung von Martin Kundl. Anschließend Lichtbilder-Vortrag zur Auswanderung aus dem Kraichgau nach Südosteuropa mit Heinz E. Walter.

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Samstag, 21.05.2005

Exkursion nach Bretten-Bauerbach;

Führung durch die Katholische Kirche und den Ort mit Wolfgang Martin; anschließend Kurzvortrag zur Geschichte des Ortes ebenfalls von Wolfgang Martin.

Bauerbach wird erstmals 778 als "villa Burbach" in Creichgowe" im Güterbuch des Klosters Lorsch urkundlich erwähnt. Es ist seit 1972 ein Stadtteil von Bretten.

Sehenswert ist das Ortsbild prägende Rathaus aus dem Jahre 1585. Die reizvolle Orgel in der kleinen Kirche Bauerbach bei Bretten ist auf ganz eigene Weise mit St. Stephan in Karlsruhe verbunden. Sie war 1776 für die erste katholische Kirche der jungen Stadt gebaut worden. Auf ihrem eleganten Gehäuse fanden drei Engel Zuflucht, die für die Silbermann-Orgel in St. Blasien geschaffen waren, bei der Übertragung aber in St. Stephan keinen Platz mehr fanden.

Samstag, 30.04.2005

Exkursion nach Lobenfeld;
Vorstellung des Buchs „Lagerbücher des Klosters Lobenfeld“ von Doris Ebert (= Kleine Reihe der Sonderveröffentlichungen des Heimatvereins Kraichgau Nr. 4) im Gemeindesaal der evang. Kirchengemeinde im Langhaus der Klosterkirche.

Anschließend Besichtigung der mittelalterlichen Wandmalereien (Führung Doris Ebert).

In der ehemaligen Klosterkirche Lobenfeld haben sich einer der umfangreichsten Komplexe romanischer Wandmalerei in Südwestdeutschland sowie mehrere gotische Wandbilder verschiedener Ausstattungsphasen des 14., 15. und 16. Jahrhunderts erhalten, die trotz ihrer Bedeutung von der kunsthistorischen Forschung bisher nur am Rande wahrgenommen worden sind. Ihre kunsthistorische Analyse und wissenschaftliche Erforschung war 1999 - 2002 Gegenstand eines Forschungsprojekts.

Samstag, 10.04.2005

Exkursion nach Remchingen-Wilferdingen;

Führung durch den Ort unter Leitung von Werner Kröner; anschließend“ Vortrag u. a. zu den jüngsten römerzeitlichen Funden auf der Wilferdinger Gemarkung

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Samstag, 19.03.2005

Exkursion zu den Burgen in Grombach und Ehrstädt.

Grombach, seit 1973 Stadtteil von Bad Rappenau, besaß im 13. und 14. Jahrhundert einen eigenen Ortsadel. Die am Südende des Dorfes gelegene, im Wesentlichen aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammende Burg, hat ihren Charakter als Wasser­burg vollkommen verloren. Das an ihrer Stelle er­richtete viergeschossige heutige Schlossgebäude wurde zu einem Gutshofgebäude und macht mit der bis zum dritten Stockwerk reichenden Mantelmauer und noch erhaltenen Rundturm einen trutzigen Eindruck. Es führten Dr. Arnold Scheuerbrandt und Nicolai Knauer.

Nächstes Ziel der Exkursion war Ehrstädt, heute ein Stadtteil von Sinsheim, das sich bis heute den dörflichen Charakter bewahrt hat.

Die Führung erstreckte sich zunächst im Außenbereich des Schlosses Neuhaus, das sehr schön zwischen den Wäldern gelegen ist. Es  erscheint erstmals in einem Kaufbrief vom 7. Juli 1329. Johann Christoph von Degenfeld ließ 1594 die alte Burg abreißen und an ihrer Stelle das heutige Schloss 1596/97 errichten.

Im Ort selbst steht das 1769 erbaute kleine Schloss direkt an der Kreuzung nach Grombach. Es ist ein schlich­ter zweiflügeliger Spätbarockbau mit drei Stock­werken.

Das an der Straße von Ehrstädt nach Steinsfurt liegt das kleine, heute als Gutshaus genutzte Schlöss­­chen Eulenhof, ein schmucker zweistöckiger klassizistischer 1793 errichteter Putzbau, konnte an diesem Tag nicht mehr besichtigt werden.

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Samstag, 26.02.2005

Exkursion nach Hoffenheim;
Nach einer Führung durch den Ort unter Leitung von Hartmut Riehl anschließend Kurzvorträge von
Hartmut Riehl und Bernd Röcker u. a. über Juden in Hoffenheim und Eppingen und Aktivitäten zur Aufar­beitung ihrer Geschichte.

Rückblick auf die Veranstaltungen 2004

Samstag: 27.11.2004

Exkursion nach Wollenberg.
Nach einer kurzen Führung durch den Ort Kurzvorträge im Gasthaus „Zum Löwen“ u. a. von Peter Becker über den Gründer der Sektkellerei Deinhard, über die Ge­schich­te der Juden in Wollenberg und Wollenberg im Dritten Reich.

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Samstag: 30.10.2004

Exkursion nach Adelshofen.
Führung zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes: Bernd Gomer, Bernd Röcker. Im Anschluss daran Vortrag über den Weinbrennerschüler Karl August Schwarz, dem Architekten der Kirche.

Samstag: 09.10.2004

Exkursion nach Walzbachtal-Jöhlingen;
Führung durch den historischen Ortskern und die St. Martinskirche mit Vortrag von Anton Machauer über Joachim Günther, einen der bedeu­tend­sten Künstler im Bistum Speyer.

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